Ingolstadt
So kann’s weiter gehen

02.05.2011 | Stand 03.12.2020, 2:52 Uhr |

Gefeierte Idee: Im Hahnenhof auf dem Ingobräu-Gelände könnten bald ein Supermarkt, Arztpraxen und Gastronomie einziehen. - Foto: Rössle

Ingolstadt (DK) Nach Jahren des Stillstandes geht es in Sachen Ingobräu-Gelände jetzt wieder voran. Der Gestaltungsbeirat hat gestern einen städteplanerischen Rahmen für die Bebauung des Areals abgesteckt.

Vier Architekten-Vorschläge wurden diskutiert. Am besten gefiel der von Alexander Häusler aus Ingolstadt. Zustimmung gab es vor allem für die Idee eines Supermarkts im Hahnenhof. Ein Vorschlag, für den sich Richard Jofer von der Investoren-Gesellschaft Conterra aus Geisenfeld besonders begeistern kann, der gestern ebenfalls an der nichtöffentlichen Sitzung teilnahm.

Das Geschäft sei als Versorger für das gesamte Quartier gedacht, aber auch als ein "Frequenzbringer" für die Innenstadt, erklärte gestern die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Manuela Skorka. Laut Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle soll der Innenhof über Durchgänge von der Harderstraße erreichbar sein. "Denkbar ist an dieser Stelle auch eine Außengastronomie", sagt sie. "Das käme der gesamten Altstadt zugute." Im ersten Stock sei Platz für Praxen und Dienstleister. "Hier könnte ein Nahversorgungszentrum entstehen", findet auch Skorka. Eine Verschärfung der Parkplatzsituation sei durch die Pläne nicht zu erwarten, da es unter dem Gelände eine Tiefgarage geben wird.

"Ich bin sehr zufrieden und der Herr Jofer auch", betonte Preßlein-Lehle. Der sei überrascht gewesen, wie viel Spielraum der Denkmalschutz für das Projekt lasse. Dennoch soll die "historisch gewachsene Kleinteiligkeit des Areals erhalten bleiben", betonte Skorka.

Angetan von den Vorschlägen zeigte sich gestern Abend auch Oberbürgermeister Alfred Lehmann. Vor allem lobte er das "gute Klima der Gespräche mit dem Investor". Wenn alles nach Plan läuft, könne noch in diesem Jahr mit den Arbeiten am ersten Bauabschnitt begonnen werden. Auch wenn noch einiges zu klären sei, nehme das Projekt eine "sehr erfreuliche Entwicklung", so Lehmann.

Zunächst werden die Pläne jetzt nach den Vorschlägen des Gestaltungsbeirates noch einmal überarbeitet. Dabei hat das Gremium dem Investor zur Aufgabe gemacht, das "Ensemble in der Grundstruktur zu erhalten und auf moderne Art weiter zu führen", wie Skorka erklärt. Neues müsse in die Umgebung eingepasst werden.

Für die Wohnungen, die etwa im Sudhaus der Brauerei entstehen sollen, könnte ein weiterer Architekt zum Zuge kommen. Dem Gestaltungsbeirat gefielen dabei vor allem die Vorschläge von Georg Gerlsbeck aus Scheyern.

Die Vorstellungen des Beirates werden jetzt in eine Rahmenplan gegossen und dem Stadtrat vorgelegt.