Beilngries

Seniorenzentrum durchgehend voll belegt

07.05.2010 | Stand 03.12.2020, 4:02 Uhr

Seit 15 Jahren besteht das Beilngrieser Seniorenzentrum an der Maria-Hilfstraße. 80 ältere Leute leben dort. - Foto: Riedl

Beilngries (DK) Das Seniorenzentrum Beilngries hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet. Die Bilanz schließt mit einer "schwarzen Null ab", erfuhren die Stadträte am Donnerstagabend. Im Klartext: Es wurde ein Überschuss von 15 000 Euro erwirtschaftet.

"Die Plätze des Seniorenzentrums Beilngries waren erfreulicherweise auch im Jahr 2009 wieder durchgehend voll belegt. Als Eigenanteil für einen Heimplatz in der vollstationären Pflege waren je nach Pflegestufe zwischen zirka 1200 und 1400 Euro pro Monat zu entrichten", berichtete Lorenz Meier, Vorstandsmitglied der Kliniken im Naturpark, mit zuständig für das Management in der städtischen Einrichtung (Lazarettstiftung). Auch Manfred Funk, Bereichsleiter Finanzen, gab Auskünfte.

In der Vermögensrechnung verfügt die Lazarettstiftung über eine Bilanzsumme in Höhe von rund 7,7 Millionen Euro. Investitionen wurden 2009 im Rahmen des Vermögensplanes insgesamt in Höhe von rund 110 000 Euro getätigt. Darin enthalten sind die Erneuerung der Notrufanlage, die Anschaffung neuer Pflegebetten und Nachttische sowie der Kauf eines Dienstautos, erfuhren die Räte. Die Nettoverschuldung betrug zum Bilanzstichtag rund 2,4 Millionen Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses 2009 schließt mit einem kleinen Jahresüberschuss von rund 15 000 Euro, "was angesichts der Bilanzsumme einer schwarzen Null entspricht", führte Manfred Funk aus. "Bei einer Bilanzsumme von fast acht Millionen Euro und bei Erträgen von fast 2,5 Millionen Euro kann man vom Seniorenzentrum als einem ansehnlichen Dienstleistungsbetrieb sprechen." Insgesamt 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 50 Beschäftigte und zehn Auszubildende oder Zivildienstleistende, kümmerten sich unter der Leitung von Rosi Meier um die rund 80 Senioren, die regelmäßig im Haus lebten.

Wie die Stadträte weiter erfuhren liegt der Frauenanteil der Bewohner bei rund 80 Prozent, das heißt im Durchschnitt leben nur etwa 13 männliche Bewohner im Seniorenzentrum. Das Durchschnittsalter beträgt bei Frauen 85 Jahre und bei Männern 79 Jahre. Die weit überwiegende Mehrheit von 70 Prozent finanziert die Heimkosten selbst, nur 28 Prozent der Bewohner werden durch die Sozialhilfe unterstützt. Zwei Prozent erhalten Leistungen von einer Berufsgenossenschaft.

"Das Heim konnte auch 2009 wieder durchgehend voll belegt werden, obwohl 27 Bewohner im Laufe des Jahres verstorben sind. Es ist das große Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenzentrums, das wesentlich zur guten Pflege und Betreuung und zur hohen Auslastung des Seniorenzentrums beitrug", betonte Lorenz Meier. Meier, Funk und auch Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht (BL/FW) sprachen der Heimleiterin Rosi Meier und den Beschäftigten ein dickes Kompliment aus. Brigitte Frauenknecht: "Im Seniorenheim herrscht eine hervorragende Zusammenarbeit. Man kann das Haus fast als ein Juwel ansehen. Es ist wohltuend, wenn die Atmosphäre stimmt. Dank gebührt der Leitung, dem Personal, aber auch Grauen Partner und anderen unterstützenden Gruppen und Personen."

Der Stadtrat segnete den erläuterten Jahresabschlussbericht des Seniorenzentrums Beilngries unter Beifall einstimmig ab. Man sah nur zufriedene Gesichter.