Pfaffenhofen

Seit Jahrzehnten unverzichtbar

Landkreis ehrt vier Ehrenamtliche, die sich in besonderem Maße für ihre Vereine einsetzen

28.04.2022 | Stand 03.05.2022, 3:34 Uhr
Wolfgang Kollmeyer
Für ihr besonderes Engagement bedankte sich der stellvertretende Landrat Karl Huber (rechts) bei den Ehrenamtlichen Klaus Rötting (von links), Katharina Maier, Helene Hildner und Renate Eiba. −Foto: Kollmeyer

Pfaffenhofen - Im Hofbergsaal hat es einen besonderen Abend gegeben - für Menschen, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagieren.

Ihnen überreichte der stellvertretende Landrat Karl Huber (Bürgerliste) das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten sowie eine Ehrenurkunde. Damit würdigte der Freistaat Bayern die besonderen Verdienste durch langjährigen und hervorragenden ehrenamtlichen Einsatz für die Gemeinschaft.

Ehrenamt allein begründet nach Aussage Karl Hubers trotz langjähriger "Wartezeit" von 20 Jahren noch keinen Anspruch auf Ehrung: Dazu müsse ein persönliches, gemeinnütziges und unentgeltliches über das übliche Maß hinausgehendes ehrenamtliches Engagement gezeigt werden. Und das träfe bei den in diesem Jahr zu Ehrenden zu. "Ihr Engagement ist dabei so vielfältig wie unsere Gesellschaft", sagte Huber. "Menschen wie Sie sind es, die unseren Landkreis so lebenswert machen, wie er ist. Sie sorgen dafür, dass wir uns hier heimisch und geborgen fühlen. " Karl Huber dankte den zu Ehrenden auch im Namen des Ministerpräsidenten Markus Söder. Geehrt wurden Renate Eiba aus Wolnzach, Helene Hildner aus Reichertshausen, Katharina Maier aus Rohrbach und Klaus Rötting aus Hettenshausen.

? Für Renate Eiba spricht ihr langjähriges Engagement im VdK-Ortsverband Wolnzach. Sie organisiert als Schriftführerin neben der Mitgliederverwaltung auch Feiern und Ausflüge, macht Besuche in Altenheimen und bei kranken Mitmenschen, gratuliert zu runden Geburtstagen und nimmt an Beerdigungen teil. Außerdem organisiert sie die jährliche Haussammlung des VdK "Helft Wunden heilen". Zusätzlich hat sie seit über zehn Jahren auch das Schatzmeister-Amt ausgeübt und ist damit eine große Stütze des Vereins, immer hilfsbereit, zuverlässig und wird von allen hoch geschätzt. Als "Mädchen für alles" ist sie eine beständige Ansprechpartnerin im Ortsverband geworden.

? Helene Hildner ist seit 1975 Mitglied im Sportschützenverein Drei Buchen in Reichertshausen und ist seit 1997 bis heute als Schriftführerin tätig. Neben Sitzungsprotokollen und Einladungen zu Mitgliederversammlungen ist sie auch noch für die Pressearbeit der Schützen zuständig und kümmert sich um die Bearbeitung von Zuschussanträgen. Außerdem stellt sie sicher, dass jedem Vereinsmitglied zum Geburtstag gratuliert wird. Aber auch bei der Organisation von Veranstaltungen und Feiern kann der Verein auf Helene Hildner zählen. Sie ist außerdem eine erfolgreiche Schützin und nimmt regelmäßig an Rundenwettkämpfen teil. In den Jahren 2002 und 2012 war sie Schützenkönigin und genießt als "Mutter des Vereins" hohes Ansehen.

? Katharina Maier war von 1981 bis 2017 Schriftführerin beim Obst- und Gartenbauverein Rohr-Gambach. Neben Protokollen und Sitzungseinladungen hat sie auch die Pressearbeit des Vereins gemanagt und war außerdem mit großem persönlichen Einsatz am Aufbau des äußerst umfangreichen, einzigartigen und historischen Vereinsarchivs beteiligt. Diese Dokumentation geht zurück bis ins Jahr 1912. Sie war außerdem Gründungsmitglied des Vereins Holledauer Fachhauswirtschaftlicher Betreuungsdienst, der 1996 gegründet wurde. Der Verein ist Vermittler, Anlaufstelle und Berater von hilfesuchenden Angehörigen. Neben der Organisation von Vorträgen und Gesprächskreisen kümmerte sich Katharina Maier auch um die Öffentlichkeitsarbeit, erteilte telefonische Auskünfte über die Leistungen des Vereins, koordinierte die Betreuungen und half bei den Abrechnungen. Mit ihrer Arbeit trug sie sehr stark zum Wohle der Allgemeinheit bei.

? Klaus Rötting aus Hettenshausen ist seit 1996 Schriftführer des Vereins Afrika Blindenhilfe Hettenshausen. Neben den Arbeiten des Schriftführers kümmert er sich auch um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, der für seine Arbeit in Afrika auf Spenden angewiesen ist. Klaus Rötting ist dabei selbst in Afrika tätig gewesen und hat den Augenarzt Winfried Grasbon bei zehn Einsätzen in Tansania begleitet und ihm bei Operationen assistiert. Mit den Bildern der Reisen hat er durch Vorträge über Grasbons Arbeit informiert und so auch viele Spenden eingeworben. Mit seinen Kenntnissen über den Ablauf der Reisen hilft er bei der zeitaufwendigen Abrechnung der Reisen und eingesetzten Geräte. Da seine Ehefrau Schatzmeisterin des Vereins ist, bilden beide ein unschlagbares Team und sind wichtiger Bestandteil des Vorstands. Durch sein ehrenamtliches Wirken und seine Einsatzbereitschaft hat sich Klaus Rötting Respekt und große Anerkennung in seiner Heimatgemeinde erworben.

PK

Wolfgang Kollmeyer