Eichstätt
Schönheit des Altmühltals immer im Blick

Fotografengruppe um Wolfgang Bertl wagt den Schritt aus der virtuellen in die analoge Welt

08.06.2017 | Stand 02.12.2020, 17:59 Uhr

Wolfgang Bertl teilt seine Liebe zum Altmühltal und Freude an der Fotografie in einer Facebook-Gruppe: "Unser Altmühltal" stellt sich jetzt mit einer Ausstellung bei "Schneiders" erstmals in der analogen Welt vor. - Foto: Chloupek

Eichstätt (EK) Seit knapp fünf Jahren feiern ambitionierte Hobby- und Profifotografen "unser Altmühltal" mit Fotos im virtuellen sozialen Netzwerk. Jetzt hat der Gründer dieser Gruppe, Wolfgang Bertl, erstmals den Schritt in die analoge Welt gewagt: mit einer Ausstellung im Bistro "Schneiders".

Die Motivation für diese Schau ist dieselbe wie die, weswegen der Profifotograf Wolfgang Bertl im November 2012 die Facebook-Gruppe "unser Altmühltal" ins Leben gerufen hatte: "Ich wollte erreichen, dass die Menschen das Altmühltal so sehen, wie ich es sehe, und Freude an schönen Bildern haben." Es ist die Sicht eines Altmühltal-Liebhabers, der von außen kam - und vielleicht genau deswegen einen schärferen Blick für die Schönheiten im Detail hat als jene, die schon von klein auf hier leben.

2006 ist der Unterfranke nach Dollnstein ins Altmühltal gezogen, seit 2015 wohnt er in Eichstätt. Der 55-Jährige weiß, wie man Botschaften wie Schönheit und Freude richtig ins Bild setzt: Er ist ein Profi, hat Grafikdesign mit Nebenfach Fotografie studiert und verdient nun sein Geld überwiegend mit Architektur- und Industriefotografie. Seine Canon - eine von drei professionellen digitalen Spiegelreflexapparaten, die er als "Arbeitsgeräte" nutzt - hat Bertl auch beim privaten Herumstreifen im Altmühltal mit dabei. "Ich suche immer nicht alltägliche Orte mit guten Ausblicken." Und damit ist Bertl nicht alleine. Inzwischen zählt die Facebook-Gruppe "Unser schönes Altmühltal" 1518 Mitglieder aus über 30 Nationen. Man muss gar kein Profi sein, um in der geschlossenen Gruppe Einlass zu finden, die meisten sind dann auch Hobbyfotografen: "Jeder, der Freude am Altmühltal und an schönen Fotos dazu hat, ist herzlich willkommen", sagt Bertl.

Geschlossen sei die Gruppe nur deshalb, um Äußerungen von "Trollen" oder "Stänkerern" auszuschließen; und eigentlich sollte es dort keine Werbung geben. Eine kritische Bewertung der Bilder im Internet findet ebenfalls nicht statt. Bei der aktuellen Ausstellung im Bistro "Schneiders" in der Pfahlstraße sind natürlich dann aber durchaus die Glanzlichter aus der virtuellen Vielfalt auf Leinwand gezogen und in der echten Welt präsentiert. Neben Fotografien von Wolfgang Bertl selbst hängen in den Gasträumen derzeit Bilder von Björn Ziegler, Jürgen Isl und Konstantin Knabl. Alle paar Wochen werden die Fotografien dann durchgewechselt.

Wie lange die Ausstellung laufen wird? So lange, wie es den Wirtsleuten und Gästen des Bistros "Schneiders" in der Pfahlstraße in Eichstätt gefällt.