Gimpertshausen
Schicke Schmuckstücke aus Speckstein

Gimpertshausener Kindergartenkinder lernen den Umgang mit Raspel und Feile

26.01.2015 | Stand 02.12.2020, 21:43 Uhr

Gimpertshausen (swp) Als geschickt und sehr kreativ haben sich die Mädchen und Buben im Kindergarten St. Willibald in Gimpertshausen erwiesen. Unter der Anleitung von Bernhard Nußhardt und Silke Weihrauch aus Kelheim durften sie Schmuckstücke aus Speckstein basteln.

„Speckstein ist ein Handschmeichler. Er passt sich der Körperwärme an, man kann die vielfältigsten Sachen damit dar- und herstellen. Dabei kann man sich sogar über Stunden und Tage im Material verlieren und anderen mit den unterschiedlichsten Sachen Freude bereiten“, sagt Nußhardt. Er bearbeitet das Mineral nebenberuflich in seiner Kelheimer Werkstatt. Dort fertigt er unter anderem Schmuckstücke und Skulpturen sowie Gebrauchsgegenstände aus dem Mittelalter und der Neuzeit, die er das ganze Jahr über auf Mittelaltermärkten verkauft.

Der Kunsthandwerker liebt den Umgang mit Kindern. „Ich komme aus einer Familie mit zehn Kindern und habe inzwischen 30 Nichten und Neffen“, erzählte er. Einer dieser Neffen, der kleine Paul, besucht den Kindergarten St. Willibald. Dort widmen sich Kindergartenleiterin Birgit Schmidt, ihr Team und die Kinder derzeit dem Jahresthema „Der Natur auf der Spur” und dazu passt der Umgang mit Speckstein hervorragend. „Speckstein ist wegen seiner extrem geringen Härte leicht zu bearbeiten und daher für nahezu alle Altersklassen geeignet. Besonders Kinder können hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen“, erzählte Nußhardt.

Der weiche Stein ließ sich ohne große Kraftanstrengung und ohne spezielles Werkzeug leicht und rasch bearbeiten. Mit einem Bleistift zeichneten die Mädchen und Buben die Form, die der Speckstein am Ende haben sollte, auf. Mit einer Feinsäge wurde die Form des Steines grob angelegt. Anschließend bearbeiteten die kleinen Künstler den Stein mit Raspel, Feile, Messerchen und Schleifpapier, arbeiteten ihre Formen heraus und polierten sie. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und so kamen am Schluss viele tolle Schmuckstücke heraus, zum Beispiel schicke Kettenanhänger in Herzform.

Birgit Schmidt war stolz auf ihre Schützlinge. Sie erzählte, dass man im Rahmen des Jahresthemas „Natur auf der Spur“ die Feinmotorik der Kinder schulen und ihnen Natur und Umwelt mit allen Sinnen erlebbar machen möchte. Das ganze Jahr über sind viele Aktionen geplant, unter anderem Waldspaziergänge mit einem Jäger.