Pförring

Rayk Pöthig steht jetzt an der Spitze

Wechsel bei der Pförringer Feuerwehr - Viele Atemschutzgeräteträger fehlen

19.10.2021 | Stand 22.10.2021, 3:34 Uhr
Der neue Vorstand der Feuerwehr Pförring (vorne, von links): Kommandant Markus Grimm, Doris Pöthig, der neue Vorsitzende Rayk Pöthig,Stefan Pollinger, Nadine Huber sowie (hinten, von links) Josef Bürzer, Michael Fanderl, Sabine Böck, KBI Franz Waltl, Bürgermeister Dieter Müller und Silvia Kuffer. −Foto: Kügel

Pförring -Der neue Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Pförring ist Rayk Pöthig.

Sein Vorgänger, Stefan Pollinger, hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Auch einig weitere Positionen wurden neu besetzt.

513 Mitglieder zählt der Feuerwehrverein. Erst spät im Jahr habe man coronabedingt Vereinsaktivitäten entfalten können, schickte Pollinger seinem Jahresbericht voraus. Weihnachtsfeier, Feuerwehrball und das Sommerfest "Feieromd" seien deshalb ausgefallen. Einziger Lichtblick: "Mit 42 Kindern war die Veranstaltung der Feuerwehr wieder die bestbesuchte des Pförringer Ferienprogramms. " Denn der traditionelle Jahrtag konnte zwar gefeiert werden, aber ohne den anschließenden gemütlichen Kameradschaftsabend, so Pollinger.

Am Schluss seines letzten Rechenschaftsberichtes zählte der scheidende Vorsitzende - Pollinger hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, aus privaten Gründen nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren - etliche "Eckdaten" der vergangenen neun Jahre auf: Als Sommerfest habe der Feieromd etabliert werden können. Die Feuerwehr sei maßgeblich am Bau des Vereinspavillons beteiligt gewesen, und der ehemalige Ölraum des Feuerwehrhauses sei zum Vereinsraum umgebaut worden. Ein weiterer Höhepunkt sei die Teilnahme an der 700-Jahr-Feier mit dem historischen Leiterwagen gewesen. Pollinger dankte Mitgliedern, Gemeinde und Bauhof für die gute Zusammenarbeit aber auch seiner Ehefrau, die ihm das Vorstandsamt ermöglicht habe.

Für den beruflich verhinderten Jugendwart Philipp Groß stellte dritter Kommandant Christoph Bösl der Bericht der Jugendgruppe vor. Zwölf Mitglieder, darunter vier Mädchen, haben 51 Übungsstunden absolviert, die bis Mai online stattfanden. Zu den Hauptaktivitäten zählten die Renovierung des Jugendraums und der Wissenstest. Auf dem Programm stehen Jugendsprecherwahl und die Deutsche Jugendspange. Neuzugänge bekommen neben einem Jugendfeuerwehr-Shirt auch eine Tasche zum Üben von Knoten, so Bösl.

Nach einer Corona-Pause wurde die First-Responder-Gruppe zu 82 Einsätzen alarmiert. Allerdings seien nur 53 abgearbeitet worden, weil es keine 24-Stundenbesetzung mehr gebe, sagte der Leiter der Truppe, Karl Bösl. Von den aktuell zwölf Dienstleistenden fahren laut Bösl derzeit nur acht Einsätze. Höhepunkt des Jahres: Ein neues Fahrzeug wurde in Dienst gestellt. "Der rund 50000 Euro teure Audi Q5 wurde komplett mit einer Einzelspende von Zenta und Gerhard Turber finanziert", hob Bösl unter großem Applaus hervor.

Kommandant Markus Grimm erinnerte daran, dass die FFW heuer das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr hätte feiern können. "Wir werden das nachholen", versprach Grimm, der aktuell auf 60 Aktive zählen kann. 19 davon sind Atemschutzgeräteträger, die Wehr bräuchte aber 36. "Da müssen wir besser werden", sagte Grimm. In Sachen Ausbildung setzte die Wehr auf die modulare Truppmann-Ausbildung mit Leiter Johann Thoma. Auf die Probe gestellt wurde die Wehr bei vier Brandeinsätzen, 29 Technischen Hilfeleistungen und vier Abc-Einsätzen. Außerdem wurden drei Unfällen und einer Wohnungsöffnung. Bei einem Brand in Wackerstein hat sich laut Grimm der Abrollbehälter Wasser bewährt, der 6000 Liter Löschwasser fasst. "So konnte das Übergreifen des Feuers von zwei Schuppen auf die benachbarten Wohnhäuser verhindert werden. "

Noch heuer werde der überörtliche Abrollbehälter mit Hochwasserschutzausrüstung geliefert, kündigte Grimm an. Kreisbrandinspektor Franz Waltl arbeite am neuen Feuerwehrbedarfsplan, und eine Führungshilfegruppe soll aufgestellt werden. "Nicht-Feuerwehrler können im Büro kämpfen", warb Grimm um Unterstützung. Bürgermeister Dieter Müller dankte allen, die ihre Zeit für die Allgemeinheit einsetzen und sicherte die volle Unterstützung des Marktes zu.

DK



Sebastian Kügel