Grampersdorf

Radfahrer brauchen Geduld

Die gewünschte Verbindung zwischen Grampersdorf und Dinopark lässt weiter auf sich warten

13.05.2020 | Stand 02.12.2020, 11:22 Uhr
Mundschutz trägt der Dinoin Corona-Zeiten: Die Gefahr, dass ihn Radfahrer anstecken, die aus dem Beilngrieser Raum kommen, besteht auf absehbare Zeit aber nicht. Der geplante Radwegebau wird in diesem Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr in Angriff genommen. −Foto: F. Rieger

Grampersdorf - An diesem Freitag zieht in den Dinopark wieder Leben ein. Wer mit dem Fahrrad kommen möchte, kann dies von Denkendorfer Seite aus auf einem asphaltierten, straßenbegleitenden Radweg tun. Von Beilngrieser Seite aus ist das bekanntlich noch nicht möglich. Und an dieser Situation wird sich so schnell auch nichts ändern.

 

Zu einem echten Langzeitthema wächst sich der fehlende Radweg auf dem Altmühlberg im Bereich Grampersdorf aus. Seit Jahren kommt dieses Anliegen bei Bürgerversammlungen auf den Tisch. Und nachdem zwischenzeitlich sogar die Hoffnung auf eine Umsetzung im Jahr 2019 bestanden hatte, dürfte inzwischen feststehen: Auch 2020 können die Arbeiten noch nicht beginnen.

Wie vielfach beschrieben, ginge es dabei keinesfalls nur um einen Zubringer zum Dinopark. Vielmehr soll ein Lückenschluss auf dem Altmühlberg gelingen, der in letzter Konsequenz eine direkte Radwegverbindung von Beilngries bis in den Ingolstädter Raum hinein ermöglichen würde. Der politische Wille, dieses Projekt umzusetzen, ist seit Jahren formuliert. Und im Denkendorfer Raum konnte die Maßnahme auch noch über die Bühne gebracht werden. Für das Teilstück auf Beilngrieser Gemeindegebiet musste das Staatliche Bauamt Ingolstadt im Jahr 2019 aber dann eine Zwangspause verkünden. Damals wurde darauf verwiesen, dass die finanzielle Situation angespannt sei - insbesondere bei Maßnahmen, die an Staatsstraßen geplant sind. Die Hoffnungen verlagerten sich auf 2020. Wobei es auch hier noch größere Fragezeichen gab, wie unsere Zeitung bereits vor einigen Monaten vermeldete. Allerdings stand nach wie vor im Raum, dass bei optimalem Verlauf zumindest ein Einstieg in die Arbeiten zum Ende des Jahres noch möglich sein könnte.

Diese Hoffnung dürfte sich inzwischen aber zerschlagen haben, wie eine Anfrage unserer Zeitung beim Staatlichen Bauamt in Ingolstadt ergab. Dort wartet man nach wie vor auf die Veröffentlichung des Radwegverkehrsprogramm Bayern 2025, das vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr aufgelegt wird. In dieser Fortschreibung des Förderprogramms müsste der genannte Radweg aufgenommen werden, damit er letztlich auch zu finanzieren ist. Vor Monaten hatte man sich im Staatlichen Bauamt zumindest sehr optimistisch gezeigt, "dass die Chancen sehr gut stehen, dass der Radweg zwischen Grampersdorf und Dinopark in das Programm aufgenommen wird". Bis April dieses Jahres wollte man Klarheit haben. Wegen der Corona-Pandemie hat sich der Zeitplan für die Veröffentlichung des Förderprogramms aber verschoben, teilt das Staatsministerium auf Anfrage unserer Zeitung mit. Einen genauen Fahrplan, wie es zeitlich nun weitergeht, könne man noch nicht nennen. "Wir peilen grob den Sommer an - abhängig natürlich von den weiteren Entwicklungen bezüglich der Pandemie", so die Mitteilung.

Erst wenn dieses Förderprogramm vorliegt und klar ist, ob der von Beilngrieser Gemeindebürgern herbeigesehnte Radweg enthalten ist, könnten am Staatlichen Bauamt in Ingolstadt die Planungen vorangetrieben werden, wie Abteilungsleiterin Elena Merk erläutert. Da auch dann noch diverse Schritte - Baugrundgutachten, Einholung der Genehmigungen in Sachen Naturschutz et cetera, Ausschreibung der Maßnahmen - erledigt werden müssten, sei mit einem Baubeginn selbst bei idealem Verlauf heuer nicht mehr zu rechnen.

DK