Ingolstadt

Politik für Einsteiger

Christine Haderthauer besuchte Tilly-Realschule und Wirtschaftsschule

07.03.2016 | Stand 02.12.2020, 20:07 Uhr

Lego-Roboter, die Müll sortieren: Die Schüler der Tilly-Realschule und der Wirtschaftsschule gaben Christine Haderthauer gestern Einblicke in ihren Unterricht. Auch Direktor Elmar Tittes ließ sich die Bewegungsabläufe erklären. - Foto: Eberl

Ingolstadt (DK) CSU-Landtagsabgeordnete Christine Haderá †thauer besuchte gestern im Rahmen des "Tags der Freien Schulen" die Tilly-Realschule und die Wirtschaftsschule. Das Ziel: Interesse an Politik wecken.

Christine Haderthauers Lieblingsbeschäftigung ist es, mit ihrer Hündin Lola spazieren zu gehen. "Lola hat ein blaues und ein braunes Auge, damit sieht sie ein bisschen verrückt aus", sagt die Ingolstädter Landtagsabgeordnete. Im Dialog mit Schülern der Tilly-Realschule und der Wirtschaftsschule spricht sie über ihr Haustier, ihre Treffen mit Angela Merkel, aber auch über das bayerische Bildungssystem und die Flüchtlingspolitik. "Würden Sie Herrn Seehofer widersprechen, wenn er sich für die Obergrenze einsetzt", fragt ein Schüler. "Ja, allerdings. Prinzipiell finde die Obergrenze nicht falsch, aber sie löst das eigentliche Problem nicht. Wir müssen all diejenigen schützen, die Schutz brauchen", antwortet Haderthauer.

Im Theatersaal antwortet sie auf die Fragen der Schüler und spricht allgemein über Politik: "Wenn ihr fragen würdet: Wozu braucht man Politik überhaupt? Während des Wahlkampfs muss man diese Kohlköpfe auch noch ständig auf den Plakaten anschauen. Dann würde ich sagen: Parteien sind wichtig, weil sie die unterschiedlichen Meinungen in der Bevölkerung bündeln und ihnen eine gewisse Macht verschaffen können."

Sabine Pannwitz, die Leiterin der Wirtschaftsschule, schätzt den direkten Kontakt mit Politikern, "denn das regt das wichtige, aber leider immer geringer werdende Interesse junger Leute an Politik an". Jugendlichen könnten so Berührungsängste abbauen.

Haderthauer schaut außerdem im Fach "Übungsunternehmen" vorbei. Schüler der Wirtschaftsschule arbeiteten in mehreren Gruppen, beispielsweise "Absatz", "Sekretariat" oder "Geschäftsleitung": "Am besten sind die Mitarbeitergespräche", sagt ein Mitglied der letzten Gruppe. Die Schüler wechseln sich in den Teams ab. "Ziel des Fachs Übungsunternehmen ist, dass Schüler praktisch anwenden, was sie zuvor theoretisch über Betriebswirtschaft gelernt haben", erklärt Elmar Tittes, Direktor der Tilly-Realschule. Im Anschluss besucht die CSU-Politikerin die Technik AG. Nachdem die Sechst- und Siebtklässler sie im Chor mit einem "Schönen guten Morgen, Frau Haderthauer" begrüßten, zeigen sie der 53-Jährigen ihr Können: Sie bauen Roboter aus Lego und programmieren deren Bewegungen mit einer Software. "Das hier ist die einfache Variante der Roboter-Olympiade. Diesmal simulieren wir den Ablauf einer Mülltrennungsanlage", erzählt der Leiter der Technik AG. Christine Haderthauer stellt den Schülern Fragen zu ihrem Wahlfach.

Die Aktion "Tag der freien Schulen" fand dieses Jahr zum ersten Mal auf Initiative des Verbandes Bayerischer Privatschulen statt. Insgesamt nahmen in ganz Bayern über 200 Politiker teil.