Peter Jackwerth: ''In zehn Jahren ist der FC Ingolstadt in der 1. Bundesliga''

07.10.2010 | Stand 03.12.2020, 3:36 Uhr |
FC-04-Vostandsvorsitzender Peter Jackwerth (rechts) zu Gast bei 19er Alu. Von links nach rechts: Tom Heindl, Bernhard Schilling und Stefan Eberl. −Foto: Hauser

Ingolstadt (dk) In der aktuellen Ausgabe von 19er Alu, dem Schanzer Fußballtalk auf donaukurier.de, stellt sich FC04-Boss Peter Jackwerth den knallharten Fragen der Fußballexperten Tom Heindl, Bernhard Schilling und Stefan Eberl.



Drei Mal zwanzig Minuten diskutierten die drei Fußballtalker - Moderator Lars Wilhelm musste wegen eines grippalen Infektes pausieren - mit dem Vorstandsvorsitzenden des Ingolstädter Zweitligavereins. Zunächst berichtete Jackwerth von seinen fußballerischen Anfängen beim TSV Nördlingen, bei dem bekanntlich auch Gerd Müller, der spätere Bomber der Nation, das Kicken lernte.

An dessen Qualitäten kam Jackwerth, wie er zugibt, nicht heran, und so ging Müller zum FC Bayern München und Jackwerth nach Oberhaunstadt. Wie er von dort zum FC Ingolstadt kam, erzählt er in geselliger Runde im Sportheim von Unter-/Oberhaunstadt, an jener Stelle also, wo die Ingolstädter Fußball-Karriere Jackwerths begonnen hat.

Unumwunden räumt er ein, dass er von den Plänen, die Ingolstädter Traditionsvereine MTV und ESV zu einem neuen Club zu fusionieren, wohl zurückgeschreckt wäre, hätte er all das gewusst, was ihm heute bekannt ist. Nur diese "Ahnungslosigkeit", wie er es heute nennt, hat die Zusammenführung schlussendlich möglich gemacht.



Nach der ersten Pause geht es bei 19er Alu um die Ingolstädter und ihren FC04. Viel Kritik musste der Verein nach den ersten Partien im neuen Stadion einstecken. Jackwerth bezieht Stellung, will aber nicht jede Mäkelei hinnehmen. Fans dürften "nicht so empfindlich" sein, findet er.

Einigen kann man sich dann im dritten Teil auf einen konkreten Vorschlag der Fußballexperten von 19er-Alu: Sie fordern einen Verpflegungsstand vor dem Stadion, sodass sich Fans schon lange vor dem Anpfiff austauschen  und diskutieren können. Vor allem Tom Heindl setzt sich für den Erhalt der Ingolstädter Fankultur ein. "Ein guter Vorschlag", findet Jackwerth, der verspricht, sich mit Stadion-Gastronom Stiftl über die Anregung zu unterhalten.



Am Ende kommen die Vier auch auf die aktuelle sportliche Situation des FC Ingolstadt 04 zu sprechen. Jackwerth bekennt sich ohne Wenn und Aber zu Trainer Michael Wiesinger. Er sieht die Schuld für die derzeit unbefriedigenden Ergebnisse definitiv nicht beim Coach. Auch sein Lehrgang, für den der Trainer derzeit immer wieder nach Köln reisen muss, habe damit nichts zu tun. Dass Jackwerth ein geradezu kühner Optimist ist, zeigt seine Prognose kurz vor Schluss: "In zehn Jahren ist der FC Ingolstadt in der 1. Bundesliga und das Stadion ist voll".