Eichstätt

Orff goes Pop

60 Schülerinnen und Schüler musizierten mit Studierenden der KU - auch Solo-Darbietungen

13.02.2020 | Stand 02.12.2020, 11:58 Uhr
Dominik Harrer
Orff-Instrumente und wiederkehrende Rhythmen: alle Beteiligten des Projekts "Orff goes Pop" auf der Bühne in der Aula des Gabrieli-Gymnasiums. −Foto: Mayer

Eichstätt - Zu einem musikalischen Projekt zusammengefunden hatten sich Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Schottenau und des Gabrieli-Gymnasiums sowie Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Das Motto: "Orff goes Pop". Nach diversen Proben und der Mitwirkung an der "Klangreise" der KU vor wenigen Wochen fand die Kooperation mit einer Aufführung in der Aula des Gabrieli-Gymnasiums nun ihren Abschluss.

Zunächst aber spielten Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen des Gabrieli-Gymnasiums vor. Es begannen Instrumentalisten aus der Unterstufe, unter anderem Benjamin Hofmann, 5a, Annalena Göbel, 5b, Helena Neumayr und Eva-Lena Reissig aus der 7a. Sie hatten den Mut, vor dem großen Publikum in der Aula zu spielen. Etwas leichter fiel das sicher den Schülerinnen und Schülern, die schon öfter im Rampenlicht der Schulöffentlichkeit gestanden hatten, wie Julia Kopischke, Carina Bahr und Josef Biederer (alle 7b), "alten Hasen" wie Sebastian Arlt (7c) oder Tabea Thoma (8a). Das Niveau des ganzen Abends war erstaunlich, dies bewiesen unter anderem die drei angehenden Musik-Abiturienten Elias Thoma virtuos an der Violine, Valentin Schuld mit den sphärenhaften Klängen seines Euphoniums und Lea Göbel durch ausgefeilte Doppelzungentechnik am Flügelhorn.

Von Luise Fieger (Q11) am Flügel begleitet, zauberte Luca Frey (10b) in irrwitzigem Tempo die bekannte Zirkus-Renz-Nummer auf die Klangstäbe seines Xylophons, das Accelerando perfekt kalkuliert und immer beherrscht - der erste Höhepunk des Abends!

Nach den solistischen Beiträgen wurde es voll auf der Bühne. Die Klasse 6c des Gabrieli-Gymnasiums, die Musikschüler der Klassen 7a und 7c der Mittelschule Schottenau sowie Studierende der KU nahmen mit zahlreichen Instrumenten Platz. Jörg Edelmann von der KU, Initiator von "Orff goes Pop", erläuterte zunächst den Inhalt des Projekts: Musiker aus unterschiedlichen Bildungseinrichtungen in unterschiedlichem Alter sollten gemeinsam ein größeres Musikstück erarbeiten und auf die Bühne bringen. Festgelegt waren dabei nur das Tempo, die Taktart sowie eine Akkordfolge von vier Harmonien. Weil in der Musik von Carl Orff rhythmische Elemente, die oft hintereinander wiederholt werden (der Fachbegriff dafür ist "Ostinato"), eine große Rolle spielen, sollte auch das gemeinsame Projekt neben typischen "Orff-Instrumenten" solche Bausteine enthalten (im Englischen "Patterns" genannt).

Damit sollte eine Brücke geschlagen werden zwischen typisch Orff'schen Klängen und moderner Popmusik. Zugleich war es Ziel, Menschen zum gemeinsamen Musizieren zu bringen, die sonst wohl kaum etwas gemeinsam unternommen hätten.

Dass dies gelungen war, bewiesen die Akteure eindrucksvoll. Zunächst stellte jede Gruppe ihre erarbeiteten Teile nacheinander mit nahtlosen Übergängen vor. Nachdem alle drei Gruppen einzeln musiziert hatten, stiegen nach und nach wieder alle Instrumente ein, was in einem Höhepunkt gipfelte, bei dem schließlich über 60 Musiker gemeinsam musizierten.

Das Publikum quittierte den Abschluss des gemeinsamen Projekts mit großem Applaus - eine gelungene Kooperation und ein gelungener Abend!

EK

Dominik Harrer