Ingolstadt
Oksche im Zweier nach Tokio?

14.05.2021 | Stand 10.07.2021, 3:34 Uhr
  −Foto: OH|-Kein Honorar, kx, ohne Honorar

Ingolstadt - Die Ingolstädter Ruderin Sophie Oksche (Foto) hat vor der Olympia-Qualifikationsregatta (15. bis 17. Mai) auf dem Züricher Rotsee kurzfristig das Boot gewechselt.

 

Ursprünglich war der Plan, dass sie im Frauen-Achter an den Start geht, nun strebt die 25-jährige Riemen-Ruderin des Donau-Ruder-Clubs Ingolstadt (DRCI) die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau an.

Grund für den Bootswechsel ist, dass im Frauen-Achter vor rund drei Wochen die Zusammenstellung noch einmal geändert wurde und drei neue Athletinnen ins Team geholt wurden. Dadurch ergab sich die Chance für den Deutscher Ruderverband (DRV), auch im Zweier ohne ein Boot zu melden, was bis dahin nicht der Plan gewesen war.

DRCI-Ruderin Oksche muss nun mit ihrer Partnerin Anna Härtl im Finallauf am kommenden Montag einen der ersten beiden Plätze belegen, um sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. "Ich bin früher viel im Zweier gefahren und 2015 im U23-Bereich sowie 2018 und 2019 in der Offenen Klasse Deutscher Meister geworden", sagt Oksche, die mit ihrer aktuellen Form zufrieden ist. "Dadurch, dass wir sehr viel Achter gefahren sind, ist es eine Umstellung, aber es ist auf jeden Fall etwas drin. " Der Zweier ohne Steuerfrau sei die deutlich filigranere Bootsklasse, darauf müsse sie nun den Fokus richten.

Bei der Regatta in Zürich steht am Samstag der Vorlauf, am Sonntag der Hoffnungslauf und am Montag das Finale auf dem Programm. Sollte die Qualifikation für Tokio gelingen, wird Oksche auch mit Härtl im Zweier starten und nicht mehr in eine andere Bootsklasse wechseln. "Die Chancen auf ein Olympia-Ticket sind nicht unbedingt anders als im Achter", sagt Oksche. Dazu kommt, dass die Erwartungshaltung deutlich geringer ist. Bei der Europameisterschaft zuletzt meldete der DRV beispielsweise keinen Frauen-Zweier ohne Steuerfrau.

cmi, Foto: drv