Eichstätt

Ökologisch und fair

Das Umweltreferat der Universität und ProVeg Eichstätt luden zum Filmgespräch

06.02.2018 | Stand 02.12.2020, 16:51 Uhr

Bei der Filmvorführung von "End of Meat" zusammen mit ProVeg Eichstätt verkaufte das Umweltreferat Brotbeutel, um auf Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. - Foto: Hausmann

Eichstätt (EK) Eine Zukunft ohne Fleisch? Am Mittwoch luden das Umweltreferat der Katholischen Universität und ProVeg Eichstätt zur Filmvorführung von "End of Meat" mit anschließendem Gespräch ins Filmstudio des Alten Stadttheaters.

Studenten und Eichstätter mit demselben Interesse: Nachhaltigkeit. ProVeg Eichstätt, ehemals VEBU, veranstaltete zusammen mit dem Umweltreferat einen Filmabend. Der Arbeitskreis "foodsharing" bot vegane Brotaufstriche an und die Albert Schweitzer Stiftung aus Ingolstadt informierte über Massentierhaltung.

Die Regionalgruppenleiterin von ProVeg Eichstätt, Monika Baier, war selbst zu ihrer Studienzeit beim Umweltreferat der Universität aktiv und hatte eine Kooperation vorgeschlagen. "Wir würden gerne mit solchen Aktionen wie der Filmvorführung auch Studenten und Studentinnen mit zu uns ins Boot holen", erklärte sie.

Das Publikum im Saal war bunt gemischt. Der im vergangenen Jahr erschienene Dokumentarfilm des Regisseurs Marc Pierschel zeichnet eine fleischfreie Zukunft mit - untypisch für dieses Genre - gänzlich gewaltfreien Bildern. Er thematisiert unter anderem sogenanntes "cultured meat", Fleisch aus der Petrischale. Diese tierleidfreie Option bot auch Diskussionsstoff für das Filmgespräch danach.

Die Veranstaltung war eine von vielen Aktionen des Umweltreferats der Katholischen Universität Eichstätt. "Das sollte der Anfang sein, dass wir mehr mit anderen Institutionen in Eichstätt zusammenarbeiten", erklärt Geographiestudentin Helena Wehner. Zusammen mit Tabea Klier leitet sie das 1992 gegründete Umweltreferat. Ziel der Studenten ist, andere für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren: Das gelingt ihnen mit Brotbeuteln und Thermobechern, die sie an der Universität verkaufen. Mit einer Kleidertauschparty versuchen sie zu zeigen, wie man sich auf eine faire Weise einkleiden kann. Im vergangenen Sommersemester gab es die Vortragsreihe "Umweltringvorlesung", bei der Referenten über Wasserverbrauch oder ein Leben ohne Plastik sprachen. Besonders auf "Upcycling", also Abfall weiterzuverarbeiten anstatt wegzuschmeißen, legen die Studenten großen Wert. In der nachhaltigen Woche des Wintersemesters boten sie deshalb auch Workshops an, bei denen sie unter anderem aus Tetrapacks kleine Deko-Weihnachtshäuser bastelten.

Im kommenden Semester möchte das Umweltreferat wieder Kurse und Vorlesungen anbieten. "Wir wollen mehr aus der Uni rausgehen und eine Brücke zwischen Studenten und Eichstättern bilden", sagt Tabea Klier. Schon dick im Kalender markiert für eine neue Aktion ist der 5. Juni als Tag der Umwelt.