Oberdolling

Oberdolling verabschiedet Rekordhaushalt

Gesamtvolumen beträgt 4,6 Millionen Euro Investitionen in Wohnungsbau

25.05.2016 | Stand 02.12.2020, 19:46 Uhr

In Oberdolling - hier die St.-Georg-Kirche - wurde der Haushalt verabschiedet. - Foto: DK-Archiv

Oberdolling (wej) In der jüngsten Sitzung des Oberdollinger Gemeinderats wurde unter dem Vorsitz von Bürgermeister Josef Lohr (CSU) der Haushalt dieses Jahres einstimmig verabschiedet: Es handelt sich um einen Rekordhaushalt mit einem Gesamtvolumen von rund 4,6 Millionen Euro.

Im Verwaltungshaushalt fallen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2,13 Millionen (Vorjahr: 1,89 Millionen) Euro an. Den Schwerpunkt bei den Einnahmen bilden die Einkommensteuerbeteiligung mit 890 000 Euro, die Gewerbesteuer mit 250 000 Euro, die Grundsteuer A mit 36 820 Euro, die Grundsteuer B mit 120 400 Euro und die Beteiligung an der Umsatzsteuer mit 52 000 Euro. Auch der Staatszuschuss zum Betrieb des Kindergartens mit 120 000 Euro, der Staatszuschuss zum Unterhalt der Gemeindestraßen mit 52 000 Euro, Schlüsselzuweisungen mit 44 040 Euro sowie die Einnahmen aus den Gebühren für die Benutzung der verschiedenen gemeindlichen Anlagen (Abwasser 121 260 Euro, Wasser 80 000 Euro und Kindergarten 15 000 Euro) werden hierzu gerechnet.

Diesen Einnahmen stehen folgende wesentliche Ausgaben gegenüber: Kreisumlage 546 010 Euro, Verwaltungsgemeinschaftsumlage 183 300 Euro, Gewerbesteuerumlage 31 850 Euro, Personalausgaben 302 940 Euro, Verwaltungs- und Betriebsaufwand 488 890 Euro, Schulverbandsumlage 128 420 Euro, Abwasserbetriebskostenumlage 80 520 Euro sowie Zinsausgaben 32 670 Euro. Wenn alle Einnahmen und Ausgaben wie vorgesehen eintreffen, können dem Vermögenshaushalt für Investitionen 232 590 (Vorjahr: 106 370) Euro zugeführt werden.

Der Hebesatz für die Grundsteuer, der über zwei Jahrzehnte 300 Prozent betrug, wurde auf 320 Prozent erhöht. Der Vermögenshaushalt beläuft sich in Einnahmen und Ausgaben auf 2,55 Millionen (494 240) Euro. Die Gemeinde investiert in diesem Jahr kräftig, unter anderem in Grunderwerb für Wohnungsbau (811 400), Sanierung des "alten" Sportheims (100 000) sowie Ausbau der Breitbandversorgung (343 120).

Zudem werden Darlehen, die zur Finanzierung des Vereinszentrums aufgenommen worden sind, in Höhe von 950 570 Euro getilgt. Dies hat zur Folge, dass die Pro-Kopf-Verschuldung zum 31. Dezember auf 737,22 Euro sinkt - und diese bei regelmäßiger Tilgung Ende 2017 wieder unter dem Landesdurchschnitt liegen wird.

Finanziert werden diese Investitionen, so Lohr und der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, Josef Weber, ohne zusätzliche Kreditaufnahmen. Möglich sei dies durch eine Entnahme aus den vorhandenen Rücklagen in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Die Rücklagen werden Ende 2016 dann nur noch 229 800 Euro betragen. Es bestand Einigkeit im Gemeinderat mit Bürgermeister und Kämmerer, dass es zu den derzeitigen Zinsbedingungen besser sei, zu investieren als die Rücklagen zu erhöhen.

Neben der Rücklagenentnahme und der Zuführung vom Verwaltungshaushalt tragen folgende weitere Einnahmen zur Finanzierung der Investitionen sowie des Schuldenabbaus bei: Zuschuss des Freistaats zum Ausbau der Breitbandversorgung (240 180) und Investitionspauschale des Freistaates (116 930).

Außerdem stellte Gerda Schiessl vom Ingenieurbüro U.T.E Ingenieur GmbH, Regensburg, die Planungsentwürfe für das neue Baugebiet "Kapellenberg Nord" vor. Von den drei Varianten entschied sich der Gemeinderat einstimmig für die Variante B. Bei dieser sollen 25 Bauparzellen entstehen, deren Größe sich nach der Planung zwischen 493 und 994 Quadratmeter bewegen.

Bei der Beratung über den Beitritt Oberdollings zu einem Landschaftspflegeverband im Landkreis Eichstätt waren Mitglieder des Gemeinderats der Ansicht, dass es besser wäre, diese Gelder nicht von den Fördergeldern für die Landwirtschaft abzuzwacken und dem Verband zukommen zu lassen. Andere Mitglieder waren der Auffassung, dass das Geld beim Verband gut angelegt sei. Zudem belaste der Beitrag bei einem Mitgliedsbeitrag von 30 Cent je Einwohner den Haushalt nur mit einem Betrag von 385,20 Euro. Dem Beitritt wurde bei einer Gegenstimme zugestimmt.