Pfaffenhofen

Niveauvolle Einstimmung auf Heilige Nacht

16.12.2009 | Stand 03.12.2020, 4:24 Uhr

Auf ihrer Herbergssuche treffen Maria, Josef und der Esel auf Menschen (oben rechts mit Masken), die ihre Bitte um Unterkunft nicht hören können. Die Ohren der Beiden sind verklebt vom vielen Zucker in der Weihnachtsbäckerei. Da hilft auch das Erscheinen der Engel nichts. - Fotos: Hartmann

Pfaffenhofen (hag) Muss uns denn erst ein lustiger Esel auf unser mangelndes Gespür für die Bedürfnisse anderer Menschen aufmerksam machen? Ein Hirte der Weihnachtsgeschichte, die im Förderzentrum für die Öffentlichkeit gespielt wird, lässt es verlauten: "Da spüren ja die Schafe mehr als wir Menschen."

Alle Jahre wieder wird in der alten Turnhalle des Förderzentrums zu Weihnachten ein Theaterstück aufgeführt. Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 4GS, 7/8 und 8/9 spielen die Weihnachtsgeschichte, Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem. Insgesamt sahen bereits über 1000 Kinder, hauptsächlich im Grundschulalter, die Vormittagsvorstellungen.

Rita Jakob, Lehrerin am Förderzentrum, leitet seit vielen Jahren das Weihnachtstheater und lädt die Grundschulen aus Pfaffenhofen und Umgebung dazu ein. Gerne wird dieser Einladung gefolgt, ist es doch eine schöne und niveauvolle Einstimmung auf die "Heilige Nacht".

Was Maria und Josef erleben und wer ihnen begegnet, entwickelt sich zu einer vergnüglichen Verknüpfung der eigentlichen Weihnachtsbotschaft und unserer heutigen Situationen.

Ein lustiger Esel begleitet die Herbergssuchenden. Hindernisse stellen sich ihnen in den Weg. Sie treffen auf skurrile Gestalten, deren handgefertigte Masken die zuschauenden Kinder erheitern. Der Esel spielt die Rolle des "Übersetzers". Er informiert vor allem die jungen Zuschauer über die Eigenarten, die sich im Laufe der Jahre bei den Menschen entwickelt haben.

Mit der modernen und klassischen Musikauswahl werden die einzelnen Szenen treffend unterstützt. So erleben die Hirten mit ihren Schafen eine besondere Nacht. Der König Herodes möchte so gerne zu den Sternen greifen und muss erfahren, dass der wirkliche König ein Anderer ist. Mit viel Sensibilität studierte Rita Jakob das Theaterstück mit den Kindern ein. Die passenden Kostüme wurden zusammengetragen und die Rollen so verteilt, dass die Schauspieler mit ihren ganz eigenen Fähigkeiten zum Tragen kommen.

Am heutigen Donnerstag 17. Dezember, um 17 Uhr, und am Freitag 18. Dezember, um 15 Uhr finden in der alten Sporthalle des Förderzentrums nun noch Vorstellungen statt, zu denen die Öffentlichkeit eingeladen ist. Der Eintritt ist frei.