Geisenfeld

Neuer Shop in "Traumlage"

Museumsverein teilt sich schon bald das Gebäude des früheren Norma-Marktes mit dem Bürgerring

17.11.2014 | Stand 02.12.2020, 21:59 Uhr

Ausräumen ist in den nächsten Wochen im früheren Norma-Gebäude angesagt, das sich in Zukunft der Museumsverein mit dem Bürgerring teilen wird. Wo der Großteil der Exponate eingelagert wird, ist nach Auskunft von Bürgermeister Christian Staudter noch nicht abschließend geklärt - Foto: Kohlhuber

Geisenfeld (kog) Und wieder die Suche nach einer neuen Bleibe für den Shop: Was für den Geisenfelder Bürgerring noch im Sommer nach einer Notlage aussah, hat für den gemeinnützigen Verein nun die denkbar glücklichste Wendung genommen. Er darf im Frühjahr in seine „Traum-Räumlichkeiten“ – das Gebäude des früheren Norma-Marktes an der Augsburger Straße – umziehen.

Den Weg freigemacht hat hierfür jetzt der Geisenfelder Stadtrat mit seinem Beschluss, die Hälfte des Gebäudes an den Bürgerring zu vermieten.

Nicht möglich geworden wäre dies freilich ohne das Entgegenkommen des Museumsvereins, der das Gebäude bislang alleine nutzt, und zwar als Interims-Lager für seine Exponate. Nachdem die Stadt dem Museumsverein alternative Lagerflächen zusagte, hat sich dieser nun bereit erklärt, auf die Hälfte seiner Fläche im früheren Norma-Gebäude zu verzichten.

Zugunsten des Bürgerrings, der sein bisheriges Domizil bis Ende Juli 2015 räumen muss. Grund: Die Eigentümer haben für das Grundstück an der Altilmstraße neue Pläne. Die bisherige Halle soll einer Wohnbebauung weichen. Man habe in den vergangenen Monaten die unterschiedlichsten räumlichen Alternativen geprüft, lässt Günter Reith als Vorsitzender des Bürgerrings wissen, und dabei hätten sich die alten Norma-Räumlichkeiten an der Augsburger Straße „als die für uns mit Abstand beste Lösung“ herausgestellt: 50 Prozent größer als bisher, im Blick vieler Autofahrer, Parkplätze in Hülle und Fülle sowie ein ebenerdiger Zugang.

Die beiden Bereiche des früheren Einkaufsmarktes, so wurde abgemacht, werden durch eine Längswand voneinander getrennt, wobei der Bürgerring den (von der Augsburger Straße aus gesehen) linken Teil in Beschlag nehmen wird. Mit dem früheren Ein- und Ausgang des Supermarktes sind ja ohnehin schon getrennte Zugänge vorhanden. Die im hinteren Bereich gelegenen Sanitärräume will man sich teilen.

„Wir sind dem Museumsverein natürlich sehr dankbar für sein Entgegenkommen“, sagt Günther Reith, der sich aber auch bei der Stadt Geisenfeld bedankt. Mit der neuen Bleibe sei der Bürgerring auch für die Zukunft gut aufgestellt. In den knapp 16 Jahren seines Bestehens hat der Verein rund 280 000 Euro für gemeinnützige Zwecke erwirtschaftet.

Allein in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres summierte sich der Umsatz auf 58 000 Euro. Um Annahme und Verkauf kümmern sich im Shop 24 Frauen ehrenamtlich, unterstützt von sieben Männern, die verschiedenste „Arbeitsdienste“ leisten, berichtet die geschäftsführende Vorsitzende des Bürgerrings, Maria Stark, die es bis zum Einzug in die neuen Räume schon gar nicht mehr erwarten kann. Sobald die Zwischenwand eingebaut ist, will sie „schon mal nach und nach die Sommerware rüberschaffen“, um dann spätestens im Frühjahr mit dem neuen Shop in Betrieb zu gehen.

Platz für beide Vereine ist freilich nur dann, wenn ein Großteil der Museums-Exponate ausgelagert wird. „Wohin, das ist noch nicht ganz klar“, sagt der Vorsitzende Karl Steinberger. „Man hat uns vonseiten der Stadt aber eine Einlagerung versprochen, die den Exponaten gerecht wird.“ Zu der neuen Situation habe man aber auch deshalb Ja gesagt, weil von der Doppelnutzung beide Vereine profitieren können. Mit dem Besucherverkehr beim Bürgerring rückt nämlich auch das zukünftige Angebot des Museumsvereins stärker in den Fokus. Der will in seinem Teil der Halle eine kleine Ausstellung mit Trachten und einer Schusterei einrichten sowie als Anschauungsobjekt einen Kramerladen von anno dazumal.

Dass man nämlich im Khannstock, dem versprochenen neuen Domizil, binnen zehn Jahren irgendetwas präsentieren kann, diese Hoffnung hat man im Verein schon längst aufgegeben.