Eichstätt
Neuer Obi in der Warteschleife

12.02.2010 | Stand 03.12.2020, 4:15 Uhr |

Eigentlich hätte der Obi-Baumarkt schon an einen neuen Standort umziehen sollen, doch die Neubaupläne verzögern sich. Zuerst muss nämlich das Gebäude, in dem sich der Baumarkt jetzt befindet (im Bild), verkauft werden. Und das ist momentan nicht so einfach. - Foto: kno

Eichstätt (kno) Ursprünglich hätte er bereits im vergangenen Jahr eröffnen sollen, doch zwischen der früheren Elza-Halle und dem Fristo-Getränkemarkt im Eichstätter Gewerbegebiet Sollnau herrscht immer noch gähnende Leere: Der neue Obi-Baumarkt lässt auf sich warten.

Wie Ende 2006 berichtet, sollte Obi auf das rund 12 000 Quadratmeter große Areal, dessen Eigentümerin die Stadt ist, umgesiedelt werden. Der neue Baumarkt, so die damalige Aussage, würde 2009 stehen. Diese musste der Geschäftsführer der Baumarkt Eichstätt GmbH & Co. KG, Gerhard Güttinger, nun revidieren: Wie er auf Anfrage des EICHSTÄTTER KURIER erklärte, verzögern sich die Neubaupläne auf unbestimmte Zeit. Das Raumordnungs- und Baugenehmigungsverfahren sei zwar weitestgehend abgeschlossen, doch hake der Umzug am Verkauf der Immobilie Sollnau 18, in der sich der Obi-Baumarkt seit 1995 befindet. "Das ist momentan ein Problem", räumt Güttinger ein. Erst wenn das Gebäude veräußert sei, könne der nächste Schritt, sprich der Neubau, in Angriff genommen werden. Mit einer raschen Lösung scheint Güttinger nicht zu rechen: "Wir brauchen da wohl noch etwas Geduld, bis sich die Krise gelegt hat."

Am Vorhaben selbst habe sich nicht geändert: Demnach soll der neue Obi mit 5000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß werden als der jetzige. Ein Drittel der Fläche werden ein Gartencenter und ein "aufklappbarer Freibereich" belegen. Güttinger spricht von einer Bauzeit von etwa einem Jahr – nachdem der Startschuss gefallen ist.

Sorgen, dass sie auf ihrem Grundstück sitzen bleibt, muss sich die Stadt nicht machen: Sobald die Baugenehmigung erteilt sei – was in den nächsten Wochen geschehen soll –, fließe die erste Rate, so Oberbürgermeister Arnulf Neumeyer. Die weiteren Raten folgten dann in bestimmten zeitlichen Abständen. Beim Grundstückskauf bleibe alles wie vereinbart, bestätigt auch Gerhard Güttinger.