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Neidisch auf Lärmschutz

25.11.2013 | Stand 02.12.2020, 23:23 Uhr

An der Manchinger Straße entsteht derzeit eine Lärmschutzwand. Sie soll vor allem die Bewohner des ehemaligen Bundeswehrgeländes entlasten (DK vom 13. November).

Das kann einen Friedrichshofener schon vor Neid erblassen lassen, wenn er von DONAUKURIER und INTV erklärt bekommt, welche Anstrengungen unternommen werden, um Anwohner der Manchinger Straße vor dem Straßenlärm zu schützen, obwohl die Maßnahme nur kosmetischen Charakter haben kann. Eine Lärmschutzwand im Wert von 600 000 Euro lässt die Stadt – IFG oder wer? – errichten. Gleiches Recht für alle, denkt sich da der Bürger. Aber: Nur bei einem Neubau oder einer wesentlichen Änderung gibt es einen gesetzlichen Anspruch, zitiert der DK das Umweltamt.

Der Friedrichshofener, der im Laufe von zehn Jahren zweimal versucht hatte, gleichfalls eine Lärmschutzwand zu bekommen, musste sich damals mit dem Tiefbaureferenten auseinandersetzen: Wenn die Anwohner die Mauer finanzieren, baut die Stadt, hieß die süffisante Aussage. Beim zweiten Versuch wurde ihm erklärt, dass er das Pech hat, an der B13 zu wohnen. Dafür sei man in der Stadt nicht zuständig.

Übrigens – wie wirkt sich eigentlich die Lärmschutzwand auf die Anwohner weiter südlich der Manchinger Straße aus? Wohnen dort keine Leute, die Anspruch auf Lärmschutz haben?

Georg M. Niedermeier, Vorsitzender der Friedrichshofener Bürger Initiative