Eichstätt

Nach dem Blackout: Schaden an IT-Geräten der Uni enorm

Erster Überblick des KU-Rechenzentrums: Wert der defekten Geräte liegt bei 50000 Euro

19.06.2019 | Stand 02.12.2020, 13:42 Uhr
Auch die Uni wurde von dem Stromausfall massiv getroffen. Hier ein Blick in das Trafogebäude an der Klinik, wo ein Wandler durchgebrannt war. −Foto: Chloupek

Eichstätt (EK/upd) Inzwischen haben das Rechenzentrum und das Gebäudemanagement der Katholischen Universität in Eichstätt einen Überblick über einen Großteil der Schäden, den der mehrstündige massive Stromausfall in der Nacht auf Freitag bei ihnen verursacht hat. Das Rechenzentrum schätzt den Wert der defekten Geräte im IT-Bereich auf 50000 Euro. Das teilt der Leiter der Stabsstelle für Kommunikation an der KU, Christian Klenk mit.

 


Ob die finanziellen Folgen am Ende tatsächlich so gravierend ausfallen, ist laut Klenk momentan noch schwer zu beurteilen. Beschädigt sind vielfach Netzteile in Geräten etwa zur Abdeckung des IT-Netzwerks. Die Verantwortlichen im Rechenzentrum werden versuchen, diese Netzteile reparieren zu lassen - zum einen um die Kosten zu minimieren und aus Gründen der Nachhaltigkeit, zum anderen weil nicht mehr alle ausgefallenen Geräte auf dem Markt verfügbar sind.

Die Arbeitsstunden für die Behebung der Schäden sind in der geschätzten Summe noch nicht eingerechnet. Seit dem Stromausfall sind zwei Mitarbeiter des Rechenzentrums auch ausschließlich mit der Behebung der Folgen beschäftigt. Betroffen sind insbesondere die Gebäude Ehemalige Reitschule, Waisenhaus, ehemalige Orangerie, Kapuzinerkloster sowie die Kollegiengebäude A und E.
Das Rechenzentrum war durch die Umverteilung von Netzwerkressourcen darum bemüht, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. Der Leiter des Rechenzentrums, Dr. Nils Blümer, ist froh darüber, dass die zentralen Servereinrichtungen von den langen Ausfallzeiten und den offenbar starken Spannungsschwankungen im Stromnetz keine Schäden davongetragen haben. "Hier haben unsere Absicherungen und die Notstromversorgung funktioniert - andernfalls wären die Folgen finanziell und hinsichtlich des Universitätsbetriebs enorm gewesen." Betroffen von Ausfällen seien ausschließlich dezentrale Strukturen, etwa Access Points für das WLAN, Verbindungen zu Arbeitsplatzrechnern oder Geräte zur Erfassung der Arbeitszeit von Beschäftigten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die etwa nach Rückkehr aus dem Pfingsturlaub Funktionsstörungen an ihrem Arbeitsplatz feststellen, können sich an den IT-Servicedesk wenden.