Wolnzach

Mitreden und mitgestalten

Zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept sind jetzt die Bürger gefragt

26.09.2017 | Stand 02.12.2020, 17:26 Uhr

Wolnzach (WZ) Jetzt sind die Marktbewohner dran. Der fachliche Blick von außen durch das Planungsbüro Schober, kombiniert mit Anregungen der Gemeinderäte soll beim Marktgespräch am Samstag für sie Diskussionsbasis um diese Fragen sein: „Wie sehen Sie Ihren Ort und was wünschen Sie sich?“

„Einen neuen Blick auf Wolnzach, der die Sinne für die Schönheiten und Fehlentwicklungen schärft“, den wünscht sich Städteplanerin Barbara Hummel. Integriert und nicht isoliert sei das Stichwort bei dem, was für viele Bürger doch immer noch ein wenig undurchsichtig ist: Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz Isek, das der Markt Ende vergangenen Jahres an das Büro Schober Architekten aus München vergeben hat, steht für eine gesamtheitliche Betrachtung eines Ortes in allen Facetten, also Städtebau, Gebäudebestand, Verkehr, aber auch Einzelhandel, Kultur, Infrastruktur, Tourismus, um nur einige Beispiele zu nennen.

Alleine waren die Fachleute vom Büro Schober schon in Wolnzach unterwegs, haben studiert, analysiert, den Ort auf sich wirken lassen. Auch Ortstermine mit der Marktverwaltung und der Regierung von Oberbayern – Fördergelder sind laut Schneider bereist zugesichert – hat es schon gegeben, ebenso einen Austausch mit dem Gemeinderat. „Es ist schon viel passiert“, erklärt Bauamtsleiterin Doris Schneider. Gerade der vielzitierte fachliche Blick von außen sei bei einem Isek so wichtig. „Das ist Grundlage für alles, was jetzt passiert.“

Vor der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Barbara Hummel dem Gemeinderat vor, was ihr Büro am kommenden Samstag präsentieren wird, wie ihr „Blick von außen“ aussieht. Dass das hinter verschlossenen Türen passierte, habe gute Gründe, so Bürgermeister Jens Machold (CSU): „Keineswegs soll der Bürger ausgeklammert werden. Im Gegenteil waren das nur Vorarbeiten, um eine Diskussionsgrundlage für unsere Bürger zu schaffen.“ Und genau das passiere jetzt, der kommende Samstag sei sozusagen der Startschuss für die umfassende Beteiligung der Bürger an Isek. Er hoffe sehr, dass viele auch die Gelegenheit nutzen, sich zu informieren und vor allem sich einzubringen. Sich austauschen, inspirieren lassen, Ideen sammeln – das alles soll am kommenden Samstag im Rahmen des Marktgesprächs im Deutschen Hopfenmuseum geschehen. „Ein Isek funktioniert nur mit den Bürgern“, so Machold. Eine möglichst große Beteiligung der Bürger sei absolut wünschenswert. Schließlich gehe es darum, die eigene Heimat mitzugestalten. Denn am Ende eines Isek stehe ein Handlungs- und Maßnahmenkatalog, der laut Barbara Hummel für die kommenden zehn Jahre den Weg für Wolnzach vorgeben wird.

„Wir sind auf unsere Bürger angewiesen, auf ihren Input“, so Machold. Dementsprechend sei der Samstag in Module eingeteilt (siehe Infokasten), die natürlich jeder Interessierte, der sich viel Zeit nehmen kann, durchgehend besuchen könne. Die Programmstruktur des Tages aber sei eigentlich darauf ausgerichtet, dass Interessierte kommen und gehen können, wie sie sich das eben zeitlich einrichten können oder wollen. Doris Schneider erklärt das so: „Es ist eine offene Veranstaltung, keiner muss von 10 bis 16 Uhr bleiben, kann das aber natürlich, wenn er möchte.“

DERZEITPLAN

Das Marktgespräch findet im Veranstaltungsraum des Hopfenmuseums am kommenden Samstag statt.

 

10 Uhr: Auftakt und Ausstellungseröffnung zur Ortsentwicklung durch den Wolnzacher Bürgermeister Jens Machold

11 Uhr: Der Blick von außen: Die Planer berichten von ihrer Bestandsanalyse

 

13 Uhr: Perspektivenwechsel: Beim Ortsspaziergang ab dem Hopfenmuseum können die Bürger ihre Sicht schildern, den „Blick von innen“ weitergeben

14.30 Uhr: Diskussion zum Leben in Wolnzach

 

Die Veranstaltung ist offen, das heißt, dass ein Kommen und Gehen jederzeit möglich ist und die Bürger sich ihre Zeit ganz individuell einteilen können. Für Verpflegung ist gesorgt. | WZ