Eichstätt

Missbrauch ist Thema im Kino

07.10.2019 | Stand 02.12.2020, 12:54 Uhr

Eichstätt (EK) Zum Start des Films "Gelobt sei Gott" im Eichstätter Filmstudio am 10. Oktober bietet die Katholische Erwachsenbildung (KEB) Landkreis Eichstätt eine Sondervorführung mit anschließender Gesprächsmöglichkeit.

Beginn ist um 19 Uhr. Gesprächspartnerin ist Gabriele Siegert, Präventionsbeauftragte und Leiterin der diözesanen Koordinationsstelle zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt im Bistum Eichstätt.

"Gelobt sei Gott" thematisiert den Missbrauch in der katholischen Kirche und ihre Folgen konsequent aus der Perspektive der Opfer. Ausgehend von realen "Fällen" im Erzbistum Lyon erzählt der sehr sorgfältig recherchierte Spielfilm des Regisseurs François Ozon die Geschichte von drei erwachsenen Männern, die als Kinder von einem Priester missbraucht worden sind. Dabei wird deutlich, dass diese Erfahrungen ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das Leben der Opfer, auf ihre Familien und auf ihren Glauben haben.

Seine Spannung und intensive emotionale Wirkung erzeugt der bewegende Film nicht aus der Schilderung der Missbrauchsereignisse, sondern aus der sensiblen, fast dokumentarischen Darstellung der unterschiedlichen Umgangsweisen der Opfer mit den traumatisierenden Erlebnissen. "Gelobt sei Gott" wurde bei der diesjährigen Berlinale mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.