Waldkirchen
Metzgerei-Chefin erfindet Weißwurst-Leberkäs-Semmel

12.08.2020 | Stand 23.09.2023, 13:29 Uhr
Leberkäs mal anders: Weißwurst to go bekommt man seit dieser Woche in Waldkirchen. −Foto: Metzgerei Meindl

Kommt nach Brezen-Pizza und Weißwurst-Krapfen jetzt der nächste Food-Trend aus der bayerischen Küche?

Die Metzgerei Meindl aus Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) bietet eine Weißwurst-Leberkäs-Semmel an.

"Wir sind für unsere Leberkäs-Semmeln bekannt", erzählt Ulla Eder, Chefin in der Metzgerei Meindl am Waldkirchner Marktplatz. Um die 300 Stück gehen dort pro Tag über die Theke. Tendenz steigend, wenn man an die neueste Kreation der Chefin denkt. Denn seit dieser Woche gibt es beim Meindl Weißwurst-Leberkäs-Semmeln.

Die Idee kam Eder, weil sich nicht alle ihre Kunden sich mit dem klassischen roten Leberkäs aus Schweine und Rindfleisch anfreunden können. "Manche vertragen das Pökelsalz darin nicht. Deswegen greifen sie auf den bekömmlicheren, weißen Leberkäse zurück. " Den gab es allerdings bislang nicht warm zu kaufen. "Und außerdem", so Eder, "schmeckt der nach nichts. " Also ließ sie sich etwas einfallen. Sie nahm sich eine Weißwurst zum Vorbild und peppte die Masse aus zwei Drittel Kalbs- und einem Drittel Schweinefleisch mit den entsprechenden Gewürzen und ganz viel Petersilie auf. Serviert wird die Scheibe Weißwurst-Leberkäs gebacken und originalgetreu mit süßem Senf und einer Laugen-Semmel.

Bislang sei die Resonanz der Kunden, die sich an das Weißwurst-Experiment heranwagten, super gewesen. 20 Stück pro Tag verkauft sie aktuell, sagt die Metzgerei-Chefin. Zwei Euro kostet die Leberkäs-Semmel 2.0, ihre Vorgänger-Version ist für 1,65 Euro zu haben. "Viele haben noch Berührungsängste, weil es etwas Neues ist. "

Auf die Frage, ob sie sich von ähnlichen Neuinterpretationen der bayerischen Küche, wie Weißwurst-Döner, Weißwurst-Krapfen oder Brezn-Pizza inspirieren ließ, antwortet Ulla Eder: "Davon habe ich noch nie gehört. Ich wollte einfach etwas machen, das man nicht im Supermarkt bekommt. Und der regionale Bezug war mir ganz wichtig. "

Annabella Angerer-Schneider