Ingolstadt
Mehr Platz für die Radler

Ochsenmühlstraße zwischen Gerolfing und Friedrichshofen bekommt separaten Weg und wird verbreitert

29.02.2012 | Stand 03.12.2020, 1:46 Uhr
Tabula rasa: Bevor die Tiefbauer im April loslegen, wurde an der Ochsenmühlstraße bereits kräftig abgeholzt. Die Bauarbeiten werden sich voraussichtlich bis Ende Oktober hinziehen - Foto: Strisch −Foto: Strisch

Ingolstadt (DK) Im Westen viel Neues. Zumindest für die Straßenbauer, die sich in diesem Jahr ein umfangreiches Programm vorgenommen haben. Zum Beispiel in der Ochsenmühlstraße, wo die Rodungsarbeiten bereits den Beginn eines 2,2 Millionen Euro teuren Ausbaus angezeigt haben.

Die zweieinhalb Kilometer lange Verbindungsstraße zwischen Gerolfing und dem Kreisverkehr am Ortsrand von Friedrichshofen wird in Zukunft auch als Radlstrecke größere Bedeutung gewinnen, wenn mehr Schüler ins Gymnasium Gaimersheim fahren – einer der Gründe, weshalb sich die Stadt jetzt zum Umbau entschlossen hat. „Das Hauptziel war zuerst ein eigener Geh- und Radweg“, sagt Tiefbauamtschef Walter Hoferer, aber bei dieser Gelegenheit wird die Ochsenmühlstraße gleich verbreitert und ganz erneuert. „Das macht absolut Sinn, weil ich damit wieder Ruhe für die nächsten Jahrzehnte habe.“

Derzeit ist die Straße nur fünf Meter breit und hat keinen separaten Radweg. Da kann es recht eng werden, wenn Lastwagen zur Deponie Fort Hartmann unterwegs sind. „Momentan würde ich meinen Sohn dort nicht mit dem Rad fahren lassen“, bekennt Hoferer, der selber in Gerolfing wohnt und einen Sechstklässler am Gaimersheimer Gymnasium hat.

Im April soll es mit dem Ausbau losgehen, Ende Oktober wollen die Tiefbauer fertig sein. Die Ochsenmühlstraße wird 6,50 Meter breit, auf der Ostseite bekommt sie einen gemeinsamen Geh- und Radweg, der durch einen 2,50 Meter breiten Streifen von der Straße getrennt ist. Besonderheit: Auf der Strecke müssen die Schutter und zwei Moosgräben überquert werden. Dazu werden drei neue Brücken errichtet.

Während des Brückenbaus, so kündigt Amtsleiter Hoferer an, wird die Ochsenmühlstraße komplett gesperrt. Ansonsten soll eine Zufahrt zur Deponie Fort Hartmann immer möglich sein. Die Buslinie der INVG wird umgeleitet. Gerade im Hinblick auf die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen bekommt das Teilstück des Radwegs zwischen VfB-Sportgelände und Verkehrskreisel eine Beleuchtung. Auf Höhe des Trainingsgeländes soll eine Verkehrsinsel das Überqueren der Ochsenmühlstraße erleichtern.

Für die Friedrichshofener ist diese Straße auch deshalb von besonderem Interesse, weil über sie künftig ein Teil des Klinikumsverkehrs laufen soll. Was natürlich bedeutet, dass zwischen Ochsenmühl- und Levelingstraße erst eine Verbindung geschaffen werden muss. In seinen aktuellen Plänen, erklärt der Tiefbauamtschef dazu, sei noch keine Einmündung vorgesehen. „Aber wir sind so flexibel, dass wir jederzeit schnell reagieren können.“ Die Abzweigung werde dann vermutlich „irgendwo im Bereich der Deponie“ sein.

Dass die Verbindung zur Levelingstraße nicht in Vergessenheit gerät, dafür wird schon die Friedrichshofener Bürgerinitiative (FBI) sorgen. „Pacta sunt servanda“, betont deren Sprecher Georg Niedermeier: Die Empfehlungen des Arbeitskreises Friedrichshofen müssten eingehalten werden. Dort heißt es im Zusammenhang mit dem geplanten Neubaugebiet Friedrichshofen- West: „Die Anbindung Ochsenmühlstraße-Klinikum ist zeitgleich zu realisieren.“