Burgheim
Marktmusikkapelle blickt auf Pandemie zurück

Abstände und Videoauftritte haben die Corona-Zeit geprägt - Die Vorstandsmitglieder werden im Amt bestätigt

04.08.2021 | Stand 23.09.2023, 20:07 Uhr
Ralf Schmitt
Für einen guten Ton sorgen weiterhin Alfred Martin, Monika Frank, Bernd Schuster (vordere Reihe von links), Annalena Häckl, Silke von der Grün, Stefan Blei (Zweite Reihe von links), Tanja Meier, Thomas Blei, Jörg Schuster, Antonia Häckl und Tobias Mayr (hintere Reihe von links). −Foto: Schmitt

Burgheim - Vorsitzender Alfred Martin konnte unter Einhaltung der momentan gültigen Abstands- und Hygieneregeln zahlreiche Mitglieder der Marktmusikkapelle Burgheim im Vereinslokal Brucklachner begrüßen. "Wir sind schon sehr froh, dass die Generalversammlung überhaupt stattfinden kann", waren seine einleitenden Worte an die Anwesenden.

Unter den Gästen war auch Burgheims Vize-Bürgermeister Andreas Flath (FW). Von Corona geprägt war der Rückblick auf die vergangenen beiden Geschäftsjahre. Ende 2019 hatte sich laut Martin der Terminkalender für 2020 "eigentlich noch ganz normal" gelesen. Ab März vergangenen Jahres musste dann jedoch ein Auftritt nach dem anderen abgesagt werden.

Über die Internetplattform "Burgheim verbindet" wurde durch ein Video der Kontakt zur Fangemeinde so gut wie möglich gehalten. Auch einige im Freien abgehaltene Proben in verschiedenen Ortsteilen fanden großen Zuspruch. "Gerade das ,Open-Air-Konzert' in Wengen war für mich ein Genuss. Ich freue mich schon sehr auf weitere Musik", bemerkte Flath dazu. Wie die Kapellen mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen hatten, erläuterten die Dirigenten Silke von der Grün für die Stammkapelle und Stefan Blei für die Jugend. "Ohne Corona hätten wir keine Proben im Freien abgehalten", erklärte von der Grün. Bei den dabei einzuhaltenden größeren Abständen hören sich die einzelnen Musiker nicht so gut. Das erschwert ein harmonisches Zusammenspiel. "Die Kapelle kam aber mit diesem Handicap gut zurecht" freute sich die Maestra.

Blei wünscht sich neben zahlreichen Auftritten auch "einen Tubabläser und einige Klarinettistinnen" für seine junge Truppe. "Trotz der widrigen Umstände können wir uns noch sehr gut hören lassen", lobte Martin den gesamten Klangkörper. Der erste erlaubte öffentliche Auftritt der Kapelle hatte keinen geringeren Anlass als den 50. Geburtstag von Ortspfarrer und Dekan Werner Dippel. Hier konnte die Marktmusikkapelle im Pfarrgarten aufspielen und mit ihrer musikalischen Qualität überzeugen.

Sollte es bei den momentanen Inzidenzwerten bleiben, rechnet die Dirigentin in diesem Jahr noch mit zwei Auftritten bei runden Geburtstagen. Ebenso möchte sie bei der Landesgartenschau in Ingolstadt und beim Internationalen Jagd- und Schützentag in Grünau zeigen, was ihre Kapelle kann. Die Pläne für ein Musikfest 2023 in Burgheim hat die Pandemie bereits zerschlagen. Das eigene Gründungsfest zum 50-jährigen Bestehen 2027 steht dafür jetzt im Fokus.

Schriftführerin Annalena Häckl berichtete von 51 Musikern in der Stammkapelle. 20 Jugendliche spielen in der Nachwuchsformation. 48 Kinder befinden sich zurzeit im Musikunterricht. 147 Mitglieder unterstützen den Verein passiv. Monika Frank lobte das Engagement der frisch gebackenen Leistungsmusiker. Vor kurzem konnten sieben Musiker die theoretische und vier die praktische Prüfung erfolgreich ablegen. Annalena Häckl trug den Kassenbericht der abwesenden Kassierin Monika Birkmeir vor. Die Kassenprüfer Franz Vogl und Hans Bauer bestätigten eine tadellose Kassenführung, was zu einer einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft führte.

DK

Ralf Schmitt