Dünzing

Löschweiher ohne Wasser

Bei der Bürgerversammlung diskutiert Dünzing über Lösungsmöglichkeiten

09.02.2018 | Stand 02.12.2020, 16:50 Uhr

Bereitet nicht nur den Dorfbewohnern Sorgen: Dem Weiher am Ortseingang von Dünzing ist zuletzt immer wieder das Wasser ausgegangen, wie auf diesem Bild zu sehen, das vor fast genau einem Jahr gemacht wurde. ‹ŒArch - foto: Schabenberger

Dünzing (las) Es waren vor allem zwei große Themen, die den Anwesenden bei der Bürgerversammlung in Dünzing - der letzten im Stadtbereich Vohburg für dieses Jahr - unter den Nägeln brannten. Beide werden, so vermutete Bürgermeister Martin Schmid, schwer zu lösen sein.

Das waren zum einen der bei Hitze regelmäßig austrocknende Dorfweiher, zum anderen die großen Biberbauten im Salzersteg.

"Es ist ja logisch, dass jetzt Wasser drin ist. Aber im Sommer wird das wieder ganz anderes aussehen", sagte einer der Landwirte und verwies darauf, dass das Problem seit Jahren bestünde. Fakt sei, dass die Quelle, die den Weiher früher gespeist hat, schon vor Jahren beschädigt wurde. Zwar wurden Versuche unternommen, das Wasser wieder in die gewohnten Bahnen zu lenken, die seien allesamt gescheitert.

Ein Thema, auf das viele der Bürger im Saal einstiegen: Von einer optischen Schande am Ortseingang war da die Rede. Von den Fischen, die in den vergangenen Sommern reihenweise verendet seien und, das war für Schmid das wichtigste Argument, davon, dass der Dorfweiher eben auch ein Löschwasserweiher sei. "Wenn es brennt in Dünzing, kann von dort Wasser bezogen werden, und das ist wichtig", befand Schmid und versprach, sich des Problems anzunehmen.

Auf das andere große Thema des Abends - auch das bei Leibe kein unbekanntes in der Region - hatte der Bürgermeister schon gewartet: Auf Anfrage eines Bürgers las er einen Brief der Unteren Naturschutzbehörde zum Thema Biberbauten im Salzersteg vor.

Demnach sei das Gewässer ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) und als solches besonders geschützt. Das gelte natürlich auch für den dort heimischen Biber. Um hier Bauten zu entfernen oder gar eine Fangerlaubnis zu bekommen, bedarf es einer umfangreichen Verträglichkeitsprüfung. Möglich ist, so die Behörde, ein Einschreiten überhaupt nur dann, wenn erhebliche Schäden entstehen und keine Präventionsmaßnahmen möglich sind. Genau die sieht man in Pfaffenhofen aber längst noch nicht ausgeschöpft.

Lächerlich und an der Realität vorbei gedacht sei das, befanden einige Bürger, die ihrem Ärger teils lautstark Luft machten und damit bei Schmid durchaus auf Verständnis stießen. Es werde, so sagte er, wohl schon bald ein Treffen zu diesem Thema geben, "und ich bitte euch, die Argumente dann auch vorzubringen".

Ein weiteres Thema, das vor allem bei den Dünzinger Forstwirten für einigen Unmut sorgte, waren die Straßensperrungen in Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt in der Birkenheide. Man erreiche, so sagte einer der Betroffenen, ja sein Holz nicht mehr und das sei an mehreren Wochenenden einfach ein Problem. Auch das ein Thema, das vom Vohburger Rathaus aus schwierig zu lösen sein wird. Dafür aber versprach Schmid schnelle Abhilfe bei einer Reihe anderer Wünsche, die die Bürger des Ortsteils vorbrachten, etwa der Verlängerung eines Bürgersteiges oder dem Rückschnitt von Hecken.