Fußball - Kreisklasse 1

Kurioses Eigentor leitet Derby-Niederlage ein

Schlusslicht Kösching hält gegen Spitzenreiter Großmehring lange gut mit, unterliegt aber mit 1:4

21.03.2022 | Stand 18.05.2022, 3:35 Uhr
In der Bredouille: Großmehrings Keeper Stefan Kern wird von Köschings Jonas Betz (links) unter Druck gesetzt. −Foto: Enzmann

Ingolstadt - Einen perfekten Start in die Restrunde der Kreisklasse 1 hat der TSV Großmehring erwischt: Der Tabellenführer baute seinen Vorsprung auf Menning (0:0 in Altmannstein) durch einen 4:1-Derbysieg bei Schlusslicht TSV Kösching auf sechs Punkte aus.

Im Tabellenkeller haben sowohl Gelbelsee (1:0 gegen den TSV Ingolstadt-Nord) als auch die SpVgg Wolfsbuch/Zell (2:1 gegen Etting) wichtige Siege gefeiert.

SpVgg Wolfsbuch/Zell - TSV Etting 2:1 (1:1): "Gerade wenn man die anderen Ergebnisse sieht, war dieser Erfolg extrem wichtig", erklärte Wolfsbuchs Trainer und Abteilungsleiter Josef Deisenrieder und beschrieb: "In den ersten Minuten war Etting besser und ging verdient in Führung. " Bei einem Freistoß traf Arnold Azeem zum 0:1 (19.). Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nicht lang auf sich warten. Dominik Dürr schnappte sich einen Abpraller und glich in der 22. Minute aus. "Wir hatten dann viele Chancen und das Spiel kippte in unsere Richtung", erinnerte sich Deisenrieder. Das 2:1 markierte Benedikt Wilhelm nach Flanke von Dürr (66.). Etting versuchte es dann über Standards, Wolfsbuchs Torwart Sebastian Pfaller musste allerdings nur einmal entscheidend eingreifen.

FC Gelbelsee - TSV Ingolstadt-Nord 1:0 (0:0): Gelbelsee schaffte mit diesem Sieg den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. "Wir haben uns sehr gefreut, weil es ein extrem enges Spiel war und es auch in der Tabelle eng zugeht", sagte FCG-Trainer Florian Wolf und beschrieb: "Der erste Durchgang war ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten nur Halbchancen. " Folgerichtig ging es torlos in die Kabinen. Danach übernahm Ingolstadt das Kommando, in Führung ging allerdings Gelbelsee durch ein Tor von Einwechselspieler Tobias Riedl. Markus Hundsdorfer hatte ihn bedient (69.). "Wir haben danach vor allem verteidigt", sagte Wolf. "Wir hatten aber auch genug Chancen, um das Spiel zuzumachen. " Hundsdorfer scheiterte an der Latte und Sebastian Mayer traf den Pfosten. Auf der anderen Seite parierte Gelbelsees Torwart Markus Muskat noch einmal stark.


TSV Kösching - TSV Großmehring 1:4 (0:1): Wenig überraschend setzte sich Spitzenreiter Großmehring im Derby gegen den Tabellenletzten aus Kösching durch. Heimtrainer Christian Kornherr sprach allerdings von einem engen Spiel: "Großmehring war spielbestimmend, aber nicht überlegen. Leider gingen wir durch ein kurioses Eigentor in Rückstand. " Valentin Hafner spielte den Ball aus 40 Metern zurück zu Torwart Sascha Gerstenlauer. Hafner schlug die Kugel allerdings so, dass sie aufprallte und über Gerstenlauer hinweg zum 0:1 ins Netz flog (31.). "Ich muss meiner Mannschaft aber hoch anrechnen, wie sie reagiert hat", lobte Kornherr. Direkt nach dem Seitenwechsel glich Kösching durch Johannes Altmann aus (47.) und haderte anschließend mit dem Schiedsrichter, als ein Elfmeterpfiff ausblieb und Großmehring nach einem umstrittenen Freistoß durch Robert Wagner (56.) wieder in Führung ging. Nachdem Florian Kellermeier den erneuten Ausgleich verpasst hatte, entschieden die Gäste das Spiel. Sebastian Eisenberger stellte mit einem Doppelpack (64., 77.) den 1:4-Endstand her. "Am Ende hat uns die Kraft gefehlt. Es war aber ein guter Auftritt, wir kämpfen weiter", sagte Kornherr.

SV Buxheim - SV Lippertshofen 2:1 (0:1): Der SV Buxheim drehte das Spiel gegen Lippertshofen und sicherte sich den sechsten Saisonsieg. Vor allem in den ersten 30 Minuten waren die Hausherren besser. "Leider hat uns die Konsequenz gefehlt. ", beschrieb SVB-Trainer Daniel Köhler. Stattdessen profitierte Lippertshofen von einem Fehler im Spielaufbau: Emanuel Hüther traf zum 0:1 für den SVL (41.). "Zum Glück konnten wir direkt nach der Pause ausgleichen", freute sich Köhler. Nach einem Querpass von Nico Duschek war Florian Reißner zur Stelle (54.). Der Coach beschrieb: "Das Spiel stand dann auf Messers Schneide. " Schließlich war es Dominik Maile, der nach einem Standard den Siegtreffer erzielte. "Lippertshofen rannte an, wir konnten dem Druck aber standhalten", lobte Köhler.

SV Stammham - SV Eitensheim 1:0 (1:0): Von "drei eher glücklichen Punkten" sprach Stammhams Pressewart Tobias Probst. Bereits in der fünften Minute kam Eitensheim zu zwei Chancen, beide Male parierte SVS-Torwart Markus Herbig. Auch in der 30. Minute war Herbig zur Stelle, als Eitensheim einen Konter fuhr und am Schlussmann scheiterte. In Führung gingen dann die Hausherren. Nach einem Stockfehler in der SVE-Abwehr schnappte sich Tobias Wagner den Ball und lupfte ihn aus 20 Metern ins Tor (43.). Im zweiten Durchgang waren Highlights bis zur 83. Minute Mangelware. Tobias Dietze hatte Herbig bereits überwunden, Martin Weickelt kratzte den Ball aber von der Linie und bugsierte die Kugel über den Pfosten aus dem Tor. In der 86. Minute sah Eitensheims Alexander Thomas die Rote Karte nach einer Tätlichkeit, ehe Schiedsrichter Thomas Benzinger die Partie beendete. "Eitensheim hatte gute Chancen und wir haben von einem Fehler profitiert", sagte Probst.

TSV Altmannstein - SV Menning 0:0: Ein torloses Remis der besseren Sorte sahen die Zuschauer in Altmannstein. "Es war ein gutes Spiel", beschrieb TSV-Abteilungsleiter Ulrich Hruza. "Wir haben gut gekämpft und hätten sogar gewinnen können. " Altmannstein hielt den Tabellenzweiten im ersten Durchgang weit weg vom eigenen Tor, sodass TSV-Keeper Marco Seitz nicht einmal eingreifen musste. Der Gastgeber traf in der ersten Halbzeit zwar, allerdings hatte Christian Hallermeier bei seinem Tor die Hand benutzt. Der Treffer zählte also nicht. "Im zweiten Durchgang war Menning gefährlicher, allerdings hielt Seitz einmal stark und ein zweites Mal hatten wir Glück, als wir ein Eigentor gerade noch abwenden konnten", erzählte Hruza. Auf Altmannsteiner Seite hatte Niklas Gogl die beste Chance. Er verpasste das 1:0 allerdings, da ein Menninger Abwehrspieler im letzten Moment per Grätsche zur Stelle war. "Am Ende sind wir zufrieden mit dem Punkt", freute sich Hruza.


SV Denkendorf - TSV Gaimersheim II 2:1 (0:1): Auch der SVD drehte bei seinem Sieg das Spiel. Trainer Denis Dinulovic haderte dennoch: "Wir haben einen riesigen Aufwand betrieben. Daraus haben wir zu wenig gemacht. Wir waren fahrlässig und hätten uns fast um den Lohn gebracht. " Der SVD war der klare "Chef im Ring", der TSV ging dahingegen mit seiner einzigen Chance des ersten Durchgangs in Führung. Ein Freistoß prallte von der Latte ab und Daniel Winterer traf zum 0:1 (38.). Im zweiten Durchgang zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Denkendorfs Torwart Marco Freund vereitelte allerdings das 0:2 und sorgte so für den "Wendepunkt", wie Dinulovic beschrieb. Nach einem Pfostenschuss von SVD-Akteur Jakob Gläser traf Jonas Löffler in der 64. Minute zum 1:1. Noch besser kam es für die Gastgeber in der 84. Minute, als Johannes Lehner eine Freistoßflanke verwertete und so den 2:1-Endstand herstellte.

nuj