Burgheim

Kooperationsvertrag unter Dach und Fach

18.05.2010 | Stand 03.12.2020, 4:00 Uhr

Besiegelten die Kooperation für das seniorengerechte Wohnen: Geschäftsführender Gesellschafter von Modern Living, Harald Rogalinski (links) und BRK-Kreisvorsitzender Bernhard Gmehling (rechts). Bürgermeister Albin Kaufmann (hinten links) und Sparkassendirektor Xaver Reichard schauten ihnen über die Schulter. - Foto: Maier

Burgheim (pm) Dass sich seine Hartnäckigkeit letztlich auszahlte, war für Burgheims Bürgermeister Albin Kaufmann sichtlich eine Genugtuung. Ganze zehn Jahre bemühte er sich um den Kauf des ehemaligen Bösel-Anwesens in der Bahnhofstraße, damit darauf eine Anlage für seniorengerechtes Wohnen entsteht. Rund 5500 Quadratmeter des nördlichen Teils in Verlängerung zu Schulgebäude und Turnhalle kaufte die Gemeinde im vergangenen Jahr.

Zu Beginn dieses Jahres fand man den erfahrenen Betreiber Modern Living aus Neuburg und der nun holte den Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes mit ins Boot.

Den entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben der geschäftsführende Gesellschafter von Modern Living, Harald Rogalinski, und der BRK-Kreisvorsitzende, Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, im Burgheimer Gemeinschaftshaus. Harald Rogalinksi unterstrich die Kompetenz seines Unternehmens im "Zukunftsmarkt seniorengerechtes Wohnen". Beispiele dafür seien die Anlage in Karlshuld, wo inzwischen die Einheiten des vierten Bauabschnittes vollständig verkauft seien und das neue Seniorenzentrum in Neuburgs Richard-Wagner-Straße.
 

In Burgheim gebe es 16 ernsthafte Kaufinteressenten Insgesamt handelt es sich um 27 Einheiten. Für die sozialen Dienste gab es mehrere Anfragen von Sozialstationen und privaten Betreibern, letztlich entschied man sich für Wunschpartner BRK. Dessen Vorsitzender Bernhard Gmehling sprach den demografischen Wandel in der Gesellschaft an. Die Familienverbünde von einst gebe es nicht mehr. Seniorengerechtes Wohnen mit Serviceleistungen gelte es anzubieten, die nächste Stufe sei dann das Altenpflegeheim. Die barrierefreien Wohnungen im Neuburger Brüdergarten seien schnell verkauft worden, weil sie das passende Angebot gewesen seien. Menschen mit Behinderung sollten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen können. Das BRK habe das Know how und biete alles von der Notruftaste bis zu Pflegedienstleistungen. Mit dem Projekt denke Burgheim an die Daseinsvorsorge seiner Bürger und vielleicht kämen auch Auswärtige hinzu.

Der BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Augustin freute sich, dass nach einem Fehlversuch in Schrobenhausen die Kooperation in Burgheim nun klappe. Die Wohlfahrtsverbände nähmen sich des demografischen Wandels an und hielten eine breite Angebotspalette sozialer Dienste bereit. Die reiche vom Fahrdienst bis zur Einkaufshilfe.

Sparkassenvorstand Xaver Reichard unterstrich als Vertriebspartner die Nachhaltigkeit der seniorengerechten Wohnanlage in Burgheim. Das Konzept bringe mehr Lebensqualität im Alter und fördere den Wunsch nach möglichst langem Wohnen in den eigenen vier Wänden.

Die Gebäude entsprechen einem "KfW-Effizienzhaus 70" und werden von der Förderbank des Bundes mit zinsgünstigen Darlehen bis zu 50 000 Euro gefördert.

Das Schlusswort hatte Burgheims Bürgermeister Albin Kaufmann. Mit dem neuen Projekt habe Burgheim ein ideales Komplettangebot im Seniorenbereich, das aber keine Konkurrenz zum Seniorenstift in Straß darstelle.