Beilngries

Kleiner Generationswechsel im Stadtrat

Das neue Gremium in der Detailanalyse: Frauenanteil steigt - Anton Grad ist der Stimmenkönig

17.03.2020 | Stand 02.12.2020, 11:43 Uhr
Ein detaillierter Blick auf die Liste der neuen Stadtratsmitglieder offenbart Interessantes - von der Geschlechterverteilung bis zum Stimmenkönig. −Foto: DK-Archiv

Beilngries - Der Beilngrieser Stadtrat wird jünger und weiblicher. Dies und vieles mehr zeigt sich bei einem detaillierten Blick auf die 20-köpfige Mannschaft, die künftig am Rats-Tisch Platz nehmen wird.

 

Von einer gerechten Geschlechterverteilung kann zwar nach wie vor nicht gesprochen werden. Dies hatte sich aber bereits angesichts des Männerüberhangs auf den Kandidatenlisten angedeutet. Immerhin fünf Frauen werden künftig die Beilngrieser Geschicke mitbestimmen, bislang waren es drei. Pauline Hirschberger (CSU) und Claudia Bach (BL/FW) haben bereits Erfahrung mit der Stadtratsarbeit, neu im Gremium sind Stefanie Schmidtner (CSU), Isabella Schneider (BL/FW) und Ricarda Ruckdeschel (SPD).

Dass es eine deutliche Verjüngung des Gremiums geben würde, war bereits absehbar. Mit Jochen Maurer, Ulrich Zucker (beide CSU), Brigitte Frauenknecht und Manfred Thoma (beide BL/FW) hatten vier erfahrene Gremiumsmitglieder ihren Hut nicht mehr in den Ring geworfen. Unter den neuen Stadtratsmitgliedern sind hingegen einige jüngere Semester. Von einem kompletten Generationswechsel kann zwar nicht gesprochen werden, immerhin sind auch noch mehrere "Urgesteine" wie Roland Bachhuber (CSU) und Anton Bauer (BL/FW) vertreten. Gewandelt hat sich das Gesicht des Beilngrieser Stadtrats in der jüngeren Vergangenheit aber definitiv. Nur noch acht Mitglieder gehörten bereits vor der 2014er Wahl zum Gremium, der Rest startet in die erste oder zweite Wahlperiode.

Gerecht geht es nach wie vor zu, was die Verteilung zwischen Stadt und Land betrifft - zumindest noch. Denn an der Zehn-Zehn-Verteilung wird sich nach der Sichwahl definitiv etwas ändern. Gewinnt der Paulushofener Heiko Siegl (CSU), entsteht durch Nachrücker Matthias Plank ein leichter Stadt-Überhang im Gremium. Bei Helmut Schloderer (Beilngries) und Manfred Gaag (Irfersdorf) auf BL/FW-Seite wäre es genau andersherum.

Die imaginäre Krone des Stimmenkönigs darf sich Anton Grad (CSU) aufsetzen, er sammelte 6530 Stimmen. Mit aufs Treppchen schafften es Schloderer (5549 Stimmen) und Christian Gerner (CSU, 4699 Stimmen). Ricarda Ruckdeschel reichten hingegen 845 Stimmen, um in das Gremium einzuziehen.

An der Sitzverteilung hat sich wie berichtet im Vergleich zur 2014er Stadtratswahl nichts geändert. Die CSU hat mit elf Sitzen weiterhin die absolute Mehrheit, BL/FW entsenden sieben Mitglieder, die SPD zwei.

DK