Rohrbach

Keine Geschenke im Derby

Der abstiegsbedrohte ST Scheyern steht im Bezirksliga-Duell beim TSV Rohrbach unter Zugzwang

16.03.2017 | Stand 02.12.2020, 18:29 Uhr

Auf Augenhöhe: Beide Vereine schenkten sich, wie Scheyerns Alexander Sulzberger (links) und Michael Humbach (rechts), nichts. Am Ende siegte der TSV Rohrbach knapp mit 1:0, obwohl Scheyern mindestens ebenbürtig war. - Foto: Holscher

Rohrbach (PK) Derbyzeit in der Fußball-Bezirksliga Nord: Der TSV Rohrbach empfängt am Sonntag (15 Uhr) den ST Scheyern. Besonders für den abstiegsbedrohten STS ist das Spiel von hoher Bedeutung.

Vier Zähler aus den ersten zwei Spielen - Scheyerns Trainer Jürgen Schlemmer ist mit dem Start in das neue Jahr zufrieden. "Das war natürlich das, was wir uns erhofft haben. Man merkt jetzt ganz klar, dass die Hoffnung wieder da ist." Um weiter Boden gutzumachen, muss der STS im Derby gegen Rohrbach wieder punkten. "Wir haben aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen, das war eines unserer besseren Spiele. Am Ende haben wir aber doch mit 0:1 verloren", erinnert sich Schlemmer. Im August hatte TSV-Torjäger Oliver Duchale bereits früh in der Partie den entscheidenden Treffer erzielt. "Rohrbach hat in der Offensive eine große Qualität, gerade mit Duchale. Darauf müssen wir aufpassen."

Für Schlemmer selbst ist die Rückkehr nach Rohrbach durchaus etwas Besonderes. Fast 15 Jahre spielte er für den TSV im Seniorenbereich und war danach noch als Trainer aktiv. "Während der 90 Minuten zählt für mich aber nur der Erfolg meiner Mannschaft." Das große Problem: Wenn Scheyern in dieser Saison auswärts angetreten ist, gab es bisher kein einziges Mal etwas zu holen. Acht Spiele, null Punkte und mickrige drei Tore sind die schwarz-gelbe Ausbeute. Rohrbach ist dagegen die beste Heimmannschaft und hat von zehn Spielen acht gewonnen.

Scheyern kann auf den kompletten Kader zurückgreifen, nur Alexander Sulzberger wird aus beruflichen Gründen fehlen. "Ein paar Spieler haben schon die ein oder andere Blessur vom Sonntag davongetragen, aber es sind alle einsatzfähig", berichtet Schlemmer. Generell sei die Partie gegen Günding nicht sehr schön anzuschauen gewesen. "Es gab viele Fouls, die Gündinger waren unglaublich aggressiv. Kein Wunder, dass sie in der Fairnesstabelle Letzter sind. Für uns war der Sieg aber extrem wichtig, egal, wie er zustande gekommen ist." Der STS hat derzeit fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, den derzeit der FC Gerolfing belegt. "Wir spielen noch selbst gegen Gerolfing. Wir müssen in den nächsten Wochen weiter Punkte sammeln, um unsere Ausgangssituation Stück für Stück zu verbessern", so Schlemmer.

Schenken möchten die Rohrbacher dem STS die Punkte aber natürlich nicht: "Die Jungs brennen auf das Derby", kündigt TSV-Co-Trainer Michael Humbach an. Was für ein harter Kampf auf die Rohrbacher wartet, weiß der Tabellenvierte schon aus dem Hinspiel: "Scheyern war eigentlich sogar besser, hätte sich mindestens das Unentschieden verdient gehabt. Es wird ein ähnlich umkämpftes Spiel, eine richtig enge Kiste." Humbach erwartet selbstbewusste Scheyrer: "Es geht nur über den Kampf. Nur spielerisch wird es nicht funktionieren, das ist schon das ein oder andere Mal schiefgegangen." Humbach mache sich aber keine Sorgen, dass es an der Einstellung und an der Leidenschaft fehlen wird.

Personell wird der TSV aus dem Vollen schöpfen können. Zwar mussten Florian Lux (krank) und Christoph Seiler (Knie) unter der Woche pausieren, für das Spiel seien beide aber aller Voraussicht nach einsatzbereit.