Rohrbach

In der Ruhe liegt die Kraft

TSV Rohrbach richtet zum 20-jährigen Bestehen die Schach-Kreiseinzelmeisterschaft aus

09.01.2019 | Stand 02.12.2020, 14:53 Uhr
  −Foto: Reichelt, Mucke (2)

Rohrbach (PK) An 55 Brettern ist es am vergangenen Wochenende bei der Schachabteilung des TSV Rohrbach groß hergegangen. Im Festsaal der Gaststätte Zum Alten Wirt fanden die Kreiseinzelmeisterschaften statt. Sowohl für den TSV als auch die lokalen Teilnehmer war das Turnier ein Erfolg.

Es ist ruhig. Hier und da ist ein Hüsteln zu vernehmen, vielleicht wird mal ein Stift geklickt, an einer Plastikverpackung geraschelt, eine Glasflasche auf den Tisch gestellt. Mehr nicht. In der Ruhe liegt die Kraft, beim Schach vor allem die Kraft der Konzentration. Stören möchte man hier niemanden, nicht dass der nächste Zug schwerwiegende Folgen hat. "Heute ist es ruhiger", sagt Sebastian Mucke am zweiten Turniertag der Kreiseinzelmeisterschaft. Einen Tag zuvor war das anders. "Da waren im Nebenraum die Jugendwettbewerbe". 62 Kinder mit den Eltern sorgten natürlich für eine ganz andere Stimmung.

Auch die Teilnehmerzahl bei den Erwachsenen konnte sich sehen lassen, 50 Schachbegeisterte gingen an die Bretter. 2017 waren es nur 31 Teilnehmer, 2016 sogar nur 27. Mucke, Abteilungsleiter beim TSV und zugleich Sponsor mit seiner IT-Firma, hat eine einfache Erklärung: "Der Schachkreis Ingolstadt-Freising ist groß, Rohrbach liegt relativ in der Mitte. Da sind die Anfahrtswege für alle ganz angenehm."

Ausruhen wollten sich die Rohrbacher darauf nicht. Seit Oktober hatten die Rohrbacher Verantwortlichen alle Hände voll zu tun. Zum 20-jährigen Bestehen wollte der TSV zum zweiten Mal eine tolle Veranstaltung bieten - schon vor zehn Jahren hatten die Rohrbacher die Kreiseinzelmeisterschaft ausgerichtet. Das Feedback spricht für die Rohrbacher. "Wir haben sehr viele gute Rückmeldungen erhalten", ist Mucke zufrieden. "Spätestens in zehn Jahren werden wir es bestimmt wieder ausrichten", meint er. Dann überlegt er kurz und grinst: "Aber es sind auch schon Stimmen laut geworden, ob wir es nicht wieder nächstes Jahr machen können." Er zuckt mit den Schultern: "Vielleicht machen wir das."

Sportlich ging es in sechs Runden um den Sieg in den zwei Meisterklassen. Die Teilnehmer wurden nach Spielstärke eingeteilt und trafen im Schweizer System aufeinander. Dabei treffen die Spieler mit ähnlicher Spielstärke oder im späteren Turnierverlauf mit ähnlicher Punktzahl aufeinander. Am Ende setzte sich Thomas Niedermeier vom SV Ilmmünster in der Meisterklasse I durch, er galt auch als Favorit, war an Position eins gesetzt. Die Ilmmünsterer stellten mit 14 Teilnehmern gemeinsam mit dem TSV Mainburg auch die meisten Teilnehmer. Die vier bestplatzierten der Meisterklasse I sowie die drei bestplatzierten der Jugendklassen qualifizierten sich für die oberbayerische Meisterschaft Ende Mai.

Die Ergebnisse im Überblick:

nMeisterklasse I: 1. Thomas Niedermeier (SV Ilmmünster), 2. Edwin Huber (SV Ilmmünster), 3. Wolfgang Sailer (SK Neuburg).

nMeisterklasse II: 1. Thomas Wagner (TSV Mainburg), 2. Simon Oehrlein (TSV Rohrbach), 3. Benjamin Huber (SV Wettstetten).

nJugend

U16/U18: 1. Lukas Weber (MTV Ingolstadt).

U14: 1. Patrik-Robert Maruntis (MTV Ingolstadt).

U12: 1. Leonhard Brand (SK Freising).

U10: 1. Leo Navarro Jahnke (MTV Ingolstadt).

nMannschaftswertung: 1. SV Ilmmünster (Besetzung Thomas Niedermeier, Edwin Huber, Philip Schwertler und Leonhard Knoblauch).

nSeniorenwertung: 1. Johann Gumberger (SC Moosburg), 2. Anton Knoblauch (TSV Rohrbach), 3. Siegfried Reilein (TSV Ingolstadt-Nord).

Kevin Reichelt