Schrobenhausen

"Immer noch ein gutes Gefühl"

SSV-Handballboss Wolfgang Schmeer glaubt weiterhin fest an Klassenerhalt – trotz jüngster Pleite gegen Tabellenvorletzten

28.02.2013 | Stand 03.12.2020, 0:26 Uhr

Den Boden unter den Füßen verloren: Der SSV Schrobenhausen mit Jaan Miketta (l.) musste gegen die HG Ingolstadt eine extrem schmerzhafte 32:34-Heimniederlage hinnehmen und schwebt damit mehr denn je in Abstiegsgefahr - Foto: F. Gründer

Schrobenhausen (SZ) Es hätte ein großer Schritt in Richtung Rettung werden können. Aber Pustekuchen! Mit 32:34 unterlagen die Schrobenhausener Handballer nun zu Hause der HG Ingolstadt – und folglich geht das unangenehme Zittern für den SSV weiter.

Oder doch nicht? Wolfgang Schmeer jedenfalls versucht, immer noch so etwas wie Zuversicht auszustrahlen – trotz der jüngsten Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten, trotz der aktuell so prekären Situation im Klassement: „Ich gehe fest davon aus, dass wir auch in der neuen Saison wieder in der Bezirksliga Altbayern West antreten dürfen. Die Chance dafür ist für uns weiterhin riesengroß“, so der Schrobenhausener Handball-Abteilungschef klipp und klar.

Aber zugegeben, das 32:34 gegen die HG tat auch ihm mächtig weh. „Bei uns fehlt’s zurzeit in der Abwehr. Sie ist zu löchrig, und so ist jeder Angriff des Gegners momentan gleichbedeutend mit einem Gegentor“, berichtet Schmeer frustriert, Eigentlich sei die Partie gegen die Ingolstädter „ein typisches Unentschiedenspiel“ gewesen. Warum es dann doch nicht wenigstens zu einer Punkteteilung reichte? „Weil wir uns zu Beginn der zweiten Halbzeit halt wieder einige Minuten leisteten, in denen bei uns überhaupt nichts ging. Und in der Schlussphase mussten wir zudem gleich mehrere Treffer hinnehmen, obwohl die Gäste Strafzeiten abzusitzen hatten“, erklärt der SSV-Handballboss kopfschüttelnd.

So stehen die Schrobenhausener jetzt durchaus ernüchtert da – und fragen sich, was zur endgültigen Rettung noch benötigt wird. „Im schlimmsten Fall steigen wohl drei Teams aus unserer Bezirksliga ab. Aber ganz genau wissen wir das erst, wenn der allerletzte Spieltag absolviert ist“, berichtet Schmeer. Mit anderen Worten: Die Seinen sollten es doch bitte irgendwie schaffen, ihren aktuellen Tabellenplatz bis zum Ende zu behalten – und damit die Saison zumindest auf dem viertletzten Tabellenplatz abzuschließen.

„Dass es für uns eng werden könnte, damit hatte ich schon von Anfang an gerechnet“, räumt der SSV-Handballchef ein. Der zu Saisonbeginn eingeschlagene Kurs, bei der Ersten Mannschaft zu einem großen Teil auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, soll trotzdem nicht verändert werden. Schmeer verspricht: „Die Jungen bei uns bekommen auch weiterhin die Zeit, die sie benötigen. Sie werden weiterhin in unser Team eingebaut.“

In ein SSV-Team, in dem gegen die HG Ingolstadt übrigens auch wieder drei erfahrene Recken standen – nämlich Jaan Miketta sowie die beiden Spielertrainer Michael Gottwald und Marco Voigt. Anders ausgedrückt: Überwerten sollte man das ganze Thema mit den Jungen ebenfalls nicht. Die Schrobenhausener Handballer brauchen einfach nur Punkte, am besten schnell. Wer genau sie holt, ist im Endeffekt egal.

„Am liebsten wäre es mir, wir würden nun gleich in Neuburg gewinnen“, hofft Schmeer. Ja, auf den SSV wartet an diesem Sonntag (17.45 Uhr) das große Landkreisderby beim TSV 1862. Beziehungsweise der große Abstiegsschlager, denn die Neuburger befinden sich im Klassement nur einen Rang sowie einen winzigen Punkt hinter den Schrobenhausenern!

„Mein Gefühl sagt mir, dass wir in diesem wichtigen Match einen Auswärtssieg schaffen“, sagt der SSV-Handballboss: „Das Dumme ist nur, dass ich eigentlich vor jedem Spiel von uns ein gutes Gefühl habe. Und in der laufenden Saison hat es eben leider schon einige Male nicht gestimmt.“ Gutzumachen haben die Schrobenhausener auf alle Fälle etwas, denn das Hinspiel am 2. Dezember zu Hause gegen den TSV 1862 Neuburg war ja knapp verloren gegangen (24:27).