Greding

Halbmarathon als Krönung eines Lauffests

Jura 2000 schickt Sportler auf den Weg über sechs verschiedene Distanzen – Startschuss am 18. Oktober

06.08.2014 | Stand 02.12.2020, 22:23 Uhr

 

Greding (HK) Die Premiere 2012 ist mit 420 gemeldeten Läufern geglückt, jetzt muss Greding den Erfolg bestätigen, den die Stadt beim ersten Jura-2000-Halbmarathon an der Schwarzach eingefahren hat. Am 18. Oktober ist es wieder so weit, dann gehen die Sportler zum zweiten Mal auf die Strecke.

„Mach’s noch einmal, Sam!“ Der Filmklassiker von Woody Allen könnte als Motto-Vorlage dienen, denn Samantha Thimm, die Tourismusbeauftragte der Stadt Greding, ist für die hiesige Organisation verantwortlich – unterstützt von Gertraud Seitz von der Regionalinitiative Altmühl-Jura und natürlich den vielen Helfern des TSV Greding, die die Laufsportveranstaltung betreuen. „Man braucht eine große und starke Mannschaft, die dahintersteht“, verteilt Seitz schon einmal Vorschusslorbeeren an den TSV, der gerade erst beim Challenge-Stimmungsnest am Kalvarienberg unter Beweis gestellt habe, dass er eine große Veranstaltung stemmen kann.

„Wir sind durchaus erfahren, was die Organisation von solchen Veranstaltungen angeht“, bestätigt Max Dorner von der Laufabteilung des TSV. Immerhin 13 Mal habe man schließlich für den Schwarzachtallauf Pate gestanden – bis er letztlich dem geschrumpften Teilnehmerfeld zum Opfer fiel, aber reibungslos in dem Halbmarathon aufging, den bis dato die Jura-2000-Kommunen Beilngries und Dietfurt abwechselnd ausgerichtet hatten. Da traf es sich gut, dass Dietfurt nicht mehr wollte, Greding sprang in die Bresche. Und so zählt der diesjährige Halbmarathon auch wieder zum Läufercup im BLV-Kreis Mittelfranken-Süd – was sich positiv auf die Teilnehmerzahlen auswirken dürfte. Der Schwarzachtallauf gehörte seinerzeit auch zu diesem illustren Kreis, doch weil Beilngries nun mal in Oberbayern liegt, kommt der Läufercup nun alle zwei Jahre ohne Abstecher nach Greding aus.

In diesem Jahr feiert man den ersten runden Geburtstag: Zum zehnten Mal absolvieren Läufer aus der weiteren Region einen Halbmarathon in einer Jura-2000-Kommune. Gesetzt wird dabei auf all das, was sich bei der Erstauflage in Greding bewährt hat: Start und Ziel werden am historischen Marktplatz sein. Nach einer ersten Runde durchs Fürstentor zur Altstadt hinaus und zum Eichstätter Tor wieder herein sind schon die ersten 1000 Meter absolviert. Danach geht es auf einen fünf Kilometer langen Kurs über das Hallenbad und den Obi-Baumarkt nach Mettendorf und wieder nach Greding zurück. Fünf Kilometer lang ist diese Strecke, weshalb sie von den Läufern des Halbmarathons viermal zu absolvieren ist, die Starter in den anderen Läufen drehen entsprechend weniger Runden. „Wir gehen bewusst viermal auf den Rundkurs, erklärt Bürgermeister Manfred Preischl. „Das ist schöner für alle, die mehr Action wollen.“ Immerhin steht zu erwarten, dass sich die meisten Zuschauer in der Altstadt aufhalten und dort die Läufer anfeuern.

Auch Dorner betont, dass der Halbmarathon in Greding sehr zuschauerfreundlich gestaltet sei. So habe man die kleine Schlaufe von einem Kilometer bewusst an den Anfang der Route gesetzt, „normalerweise wird so etwas am Ende gemacht“. Man wolle das Feld nicht entzerren, „es ist beeindruckend, wenn 400 Leute gemeinsam starten und fünf Minuten später noch einmal kommen“. In der Frühphase des Rennens ist das Feld beieinander, abgesetzt hat sich noch kaum jemand.

Der Laufkalender ist mittlerweile übervoll, vor dem Halbmarathon in Greding stehen Rennen in Schwabach und Nürnberg darin. „Es ist schwer, eine Lücke zu finden“, sagt Gertraud Seitz, Beilngries sei mittlerweile umgeschwenkt und habe seinen Halbmarathon vom Juni auf den Gredinger Termin im Oktober gelegt. „Das ist unser Stammtermin seit vielen Jahren“, freut sich Max Dorner. Schon der Schwarzachtallauf war immer am dritten Wochenende im Oktober – zur Allerweltskirchweih.

Damit möglichst viele Läufer aller Konditionsklassen angelockt werden, bietet Jura 2000 auch wieder einen Staffellauf auf. Er hoffe, dass Betriebe Firmenstaffeln ins Rennen schicken, so Preischl. Laut Seitz waren zuletzt über 30 Gruppen am Start. „Das müssen wir toppen“, zeigt sich Werner Pellmann, der Abteilungsleiter der Laufsparte im TSV Greding, zuversichtlich. Wenn das alles noch nicht hilft, dann vielleicht das kleine Zeichen der Aufmerksamkeit vom Bürgermeister: Preischl verteilt nämlich Rosen im Ziel. Eigentlich an die Frauen, 2012 jedoch an alle – was Probleme bereitet hat. Diesmal verspricht er vorsorglich: „Es werden genügend Rosen da sein.“