Pfaffenhofen

Gütesiegel für Vermieter

Das Label "Mein Fair-Mieter" soll Mieter möglichst effektiv schützen

09.07.2021 | Stand 12.07.2021, 3:34 Uhr

Pfaffenhofen - Im Alter droht Mietern eine doppelte Hürde: Oft reicht die Rente nicht, um die Miete zu bezahlen.

Zusätzlich sind die wenigsten Wohnungen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm seniorengerecht. Häufig wird dann schon ein Rollator zum Problem. Darauf weist das in Hannover ansässige Pestel-Institut in einer Pressemitteilung hin. Dessen Leiter spricht von einem "Doppelschock für Mieter", die älter werden: "Genug Geld fürs Wohnen und eine altersgerechte Wohnung - das sind die beiden Punkte, an die jeder Mieter schon frühzeitig denken sollte", sagt Matthias Günther.

Um Mieter möglichst effektiv zu schützen, gebe es jetzt ein bundesweites Mieter-Gütesiegel: "Mein Fair-Mieter" ist ein Label, das nur Vermieter bekommen, die strikte Kriterien einhalten. Allen voran eine - auch im Alter für viele Menschen noch - bezahlbare Miete: "Für den Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm bedeutet dies konkret, dass die durchschnittliche Nettokaltmiete fairer Vermieter in Manching 8,00 Euro und in Pfaffenhofen 7,50 Euro pro Quadratmeter im Monat betragen darf. In Geisenfeld und Wolnzach liegt die Obergrenze bei 6,50 Euro und in allen übrigen Kommunen bei 7,00 Euro. " Wer als Vermieter darüber liege, habe keine Chance, das "Fair-Mieter"-Siegel zu bekommen. "Überwiegend sind es öffentliche Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften, die das Label nutzen, um ihren Mietern zu zeigen, dass nicht der Profit, sondern sozial kalkulierte Mieten und ein guter Standard bei der Wohnqualität im Fokus der praktizierten Wohnungswirtschaft stehen", erklärt Günther. Ein Aspekt, der bei der Vermieter-Prüfung im Zuge der Label-Vergabe eine Rolle spiele, sei die Zahl der Wohnungen, die keine oder möglichst wenige Barrieren haben. Davon gebe es im Landkreis Pfaffenhofen maximal 1400, schätzt das Pestel-Institut. "Doch nur in rund der Hälfte der Seniorenwohnungen leben tatsächlich auch ältere Menschen. Altersgerechte Wohnungen ohne Schwellen und mit breiten Türen sind auch für Familien attraktiv.

SZ