Pfaffenhofen

Günter Graz wirft hin

19.10.2010 | Stand 03.12.2020, 3:33 Uhr

Trotz starker Vorstellung unterlagen Conny Meßner und die SG Geroldshausen in Oberhaunstadt knapp mit 2:3. - Foto: Ermert

Pfaffenhofen (pat) Die Fußball-Damen des ST Scheyern sind die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga 1 und sind durch einen 3:2-Erfolg über Münsing ins vordere Mittelfeld gerückt.

Einen Rückschlag musste hingegen die SG Geroldshausen bei der 2:3-Derbypleite in Oberhaunstadt hinnehmen, während der TSV beim 0:4 gegen Amicitia München nicht nur die wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg, sondern als weitere Konsequenz sogar noch ihren Trainer Günter Graz verlor, der Mitte gestern Abend seinen Rücktritt erklärte. In der Kreisliga Augsburg 4 kamen die Damen des FC Gerolsbach beim 0:4 gegen Echsheim gewaltig unter die Räder und fielen auf den fünften Tabellenplatz zurück.
 

Bezirksliga 1

ST Scheyern – SV Münsing 3:2 (3:0): Voll auf der Höhe war Scheyern vom Start weg, spielte richtig stark und ging durch Tore von Ann-Christin Stöwe (3. Minute), Sabrina Burg (14.) und Anita Morgenstern (32.) völlig verdient und klar mit 3:0 in Führung. Zu einem Bruch im Spiel kam es durch die Verletzungen von Katrin Lachermeier, wobei später auch noch der Ausfall von Marina Rist folgte. Nur noch zu zehnt tat sich der STV schwerer, so dass die Gäste in der 52. und 75. Minute auf 3:2 herankommen konnten. In der Schlussviertelstunde mussten die Gastgeberinnen daher gewaltig beißen, um den Vorsprung über die Zeit zu retten – auch weil die Effektivität im eigenen Angriff fehlte. Gas hat Scheyern bis zum Schluss gegeben und sich den Sieg darüber absolut verdient, so dass es in der Tabelle auf den fünften Platz nach oben ging.

TSV Oberhaunstadt – SG Geroldshausen-Schweitenkirchen 3:2 (1:1): Die Gäste bestimmten das Geschehen, hatten die größeren Chancen und gingen nach 24 Minuten durch Sarah Buchholz mit 1:0 in Führung. Eine Unaufmerksamkeit führte zum Ausgleich (37.), doch Geroldshausen spielte weiterhin unbeirrt nach vorne. Die optischen Vorteile zahlten sich mit dem 2:1 durch Sandra Landes (63.) nach dem Wechsel aus. Doch die weiteren Chancen zur möglichen Vorentscheidung ließ die SG liegen, so dass sie in der 71l. und 80. Minute zwei mal gnadenlos ausgekontert wurde und die Partie doch noch mit 2:3 verlor. "Ein verschenkter Sieg, weil wir an sich stark aufgetreten sind", sagte SG-Coach Norbert Kronawitter.

TSV Rohrbach – SC Amicitia München 0:4 (0:2): Die erste Viertelstunde hat Rohrbach zum wiederholten Mal in dieser Saison komplett verschlafen. Den ersten Patzer konnte Torhüterin Tanja Seitz noch kaschieren, als sie nach sechs Minuten einen Strafstoß parierte. Danach war sie aber bei den Treffern von Lauren De Young (8.) und Alexandra Zebos (10.) zum 0:2 chancenlos. Im zweiten Abschnitt erhöhte Sabine Reis per Doppelpack in der 48. und 80. Minute sogar noch auf 4:0 für die Gäste in einer nicht gerade gut geleiteten Partie. "Schuld an der Niederlage war der Schiri nicht, denn wir haben die Vorgaben nicht umgesetzt und desolates Zweikampfverhalten gezeigt", befand Günter Graz nach dem unseligen Kick seiner Elf, den er mit seinem Rücktritt quittierte. "Ich gehe nicht im Groll, sondern hoffe, dass es besser wird", wünscht er seiner Nachfolgerin Sabine Kranzberger viel Glück im Kampf um den Ligaerhalt.