Allersberg
Gewerbefläche West II muss kleiner werden

Marktrat diskutiert Stellungnahme der Regierung - Ausweisung von West I als Sondergebiet Logistik gefordert

21.01.2020 | Stand 02.12.2020, 12:09 Uhr

Allersberg - Mit der Stellungnahme der Regierung von Mittelfranken als Höhere Landesplanungsbehörde zu den Industrie- beziehungsweise Gewerbeflächen West I und West II hat sich der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend ausgiebig befasst.

Konkret ging es um die Änderung des Flächennutzungs- und des Landschaftsplanes für die Ausweisung. Dazu wurden einige Beschlüsse gefasst.

Wichtigste Entscheidung war wohl, dass West II mit seinen rund 14 Hektar Fläche verkleinert werden soll. Wie und in welchem Umfang, das will man mit der Regierung in einem Gespräch noch abklären. "Wir groß ist Altenfelden, auf was kommt es an, was wird darin einbezogen? ", sprach Bürgermeister Daniel Horndasch die Fragen an, die dafür mit der Regierung zu klären sind. Und dafür will man das angebotene Gespräch nutzen.

Recht allgemein ist teilweise die Stellungnahme gehalten, wenn es etwa darum geht, dass Flächensparen erfolgen soll, Innenentwicklung vor Außenentwicklung geht oder zur Vermeidung von Zersiedelung das Anbindegebot beachtet werden soll. Als Ziel der Raumordnung und Landesentwicklung wird auch auf leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und die Straßeninfrastruktur hingewiesen, die nach dem Beschluss des Marktgemeinderates zur Kenntnis genommen und in der Begründung zum Bebauungsplan und zur Änderung des Flächennutzungsplanes berücksichtigt werden sollen. Die Regierung will auch konkretere Angaben über ansiedlungswillige und anzusiedelnde Gewerbebetriebe haben, nachdem auf einen Flächenbedarf von 14 beziehungsweise 4 Hektar für zwei konkrete Betriebe hingewiesen wird. Endgültig könne eine Angabe über die einzelnen Firmen oder Betriebe noch nicht erfolgen, hieß es vom Planer, Diplomingenieur Ulrich Dykiert, was auch der Bürgermeister untermauerte. Nun will man es "konkretisieren und nachvollziehbar belegen, soweit der Verhandlungsstand dies zulässt".

Auch im Hinblick auf Parkplatz- und Verkehrsflächen für die propagierten 1000 Mitarbeiter regt die Regierung an, möglichst flächensparende Lösungen wie beispielsweise in Form von Parkhäusern zu suchen und dadurch mögliche Minimierungen der Flächenausweisung vorzunehmen. Auch einer bandartigen Siedlungsstruktur solle entgegengewirkt werden, die im Hinblick auf weitere Planungen des Marktes nicht ausgeschlossen erscheine.

Dem werde aber schon allein wegen der naturnah gestalteten Einrichtungen zur Rückhaltung des Niederschlagswassers entgegengewirkt, hielt der Marktgemeinderat in seinem Beschluss fest. Konkret will die Regierung auch die Ausweisung eines Sondergebiets Logistik, nachdem das unmittelbare Umfeld der Anschlussstelle der Autobahn nicht mehr gegeben sei. Das will der Markt so annehmen und die Fläche als Sondergebiet Logistik ausweisen und die Begründung der Flächennutzungsplanänderung entsprechend anpassen.

Das Landschaftsschutzgebiet und das Vogelschutzgebiet in der Nachbarschaft der angestrebten Ausweisungen wird auf der Ebene des Flächennutzungsplans durch Darstellungen zur Eingrünung und zur Notwendigkeit einer Pufferzone zum Vogelschutzgebiet berücksichtigt, hielt der Marktgemeinderat weiterhin in seinen Beschlüssen fest. Die gingen übrigens nie einstimmig aus. Vielmehr stimmten regelmäßig Manfred Kinzler (SPD) sowie Diana Köstler und Norbert Schöll (beide CSU) sowie teilweise auch Anja Haußner und Siegfried Mücke (ebenso beide CSU) dagegen.

rm