Eichstätt

Gemeinsam für die Natur unterwegs

Treffen im Informationszentrum Naturpark Altmühltal - Entwicklung von Besucherlenkkonzepten

24.07.2020 | Stand 02.12.2020, 10:54 Uhr

Eichstätt - Die Naturpark-Ranger Birgitta Hohnheiser, Ann-Katrin Frisch, Manfred Bauer und der Gebietsbetreuer für den Landkreis Eichstätt, Peter Riegg, hatten alle im Landkreis aktiven Naturschutzwächter und deren zuständige Ansprechpartnerin der unteren Naturschutzbehörde, Beate Biber-Eckstein, zu einem Treffen in das Informationszentrum Naturpark Altmühltal eingeladen.

Naturschutzwächter sind ehrenamtlich engagierte Mitglieder der unteren Naturschutzbehörde, die Bürger vor Ort über den richtigen Umgang mit der Natur informieren und die Einhaltung der Naturschutzgesetze überwachen. Zu ihren Aufgaben gehört es, Verstöße gegen das Naturschutzrecht in der freien Natur festzustellen, zu verhüten und zu unterbinden.

"Unsere Naturschutzwächter im Landkreis Eichstätt sind Experten in ihrem Gebiet und verfügen über Fachkenntnisse in den verschiedensten Bereichen, wie zum Beispiel dem Fledermausschutz, der Jagd oder der Botanik", erklärte Peter Riegg. Durch die Parallelen in der Arbeit der Naturpark-Ranger, dem Gebietsbetreuer und der Naturschutzwacht ergaben sich in der Runde schnell vielfältige Anknüpfungspunkte und ein reger Austausch. "Durch den erhöhten Besucherdruck auf unsere ökologisch sensiblen Gebiete werden Absprachen zwischen den Akteuren, die draußen für den Naturschutz unterwegs sind, immer wichtiger", so Riegg, der als Gebietsbetreuer für die ökologische Beweidung im Landkreis Eichstätt zuständig ist. "Das Fahrradfahren quer über die Magerrasenhänge endet besonders für Schlingnattern, sich sonnende Falter, brütende Feldlerchen oder seltene Pflanzen wie Orchideen oft desaströs und engt den ohnehin gefährdeten Lebensraum weiter ein", erklärte Riegg. Für ein vernünftiges Miteinander in der Natur werben die Naturschutzwächter, Ranger und der Gebietsbetreuer. Sie bitten die Besucher deshalb auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben. "Wenn die unterschiedlichen Nutzergruppen rücksichtsvoll im Gelände unterwegs sind, können Konflikte zwischen Mountainbikern und Wanderern vermieden werden. Uns ist besonders wichtig, allen Besuchern im Naturpark Altmühltal ein besonderes Naturerlebnis zu ermöglichen. "

Treffen dieser Art werden nun häufiger stattfinden, denn alle Seiten profitieren von dem Erfahrungsaustausch und der Entwicklung neuer Ideen für Besucherlenkungskonzepte, wie es abschließend in der Mitteilung heißt.

EK