Breitenbrunn

Fröhliche Socken und närrische Putzweiber

Breitenbrunner Feuerwehr begeht ausgelassen die fünfte Jahreszeit Jede Menge Bewegung auf der Tanzfläche

31.01.2016 | Stand 02.12.2020, 20:15 Uhr

Die Putzkolonne der Jugendfeuerwehr hat beim Feuerwehrball in Breitenbrunn einen umjubelten Auftritt hingelegt. Dem wollten viele Besucher nicht nachstehen und so schwangen sie sich beherzt auf die Tanzfläche. Feuerwehrchef Christian Braun hat Prinzessin Jacqueline zum Tanz aufgefordert. - Fotos: Sturm

Breitenbrunn (swp) Eine brandheiße Nacht hat es für die Feuerwehr Breitenbrunn von Samstag auf Sonntag gegeben. In großer Mannschaftsstärke ging es glücklicherweise aber nicht zu einem Einsatz, sondern zum Spritzenball. Zur Musik der Band Spectrum, mit jeder Menge Gaudi und vielen Gästen wurde ordentlich Fasching gefeiert.

Die Breitenbrunner "Feierwehr" scheint viele Geheimnisse zu haben. Jedenfalls war gleich in mehrfacher Ausfertigung der allerorts gefürchtete Sherlock Holmes auf Spurensuche im Faschingstempel unterwegs. Zum Beispiel hatten sich Kommandant Matthias Kraus und Oberfeuerwehrler Christian Braun in die Robe des weltberühmten Meisterdetektivs geschmissen. Ein Tusch erklang, das Breitenbrunner Dreigestirn sowie die Prinzengarde zogen ein und Christian Braun, alias "MB", begrüßte die Närrinnen und Narren im proppenvollen Saal.

Ihre Lieblichkeit Jacqueline I. rief den Sternstechern dem Anlass entsprechend zu: "Tatü Tata, Prinzessin Jacqueline ist jetzt da." Die Faschingsregentin forderte die neue Führungsmannschaft der Stützpunktwehr dazu auf, mit dem gleichen Schwung und Elan, wie sie an ihrem neuen Domizil werkelt, endlich auch die Frauenquote voranzubringen: "Von den geplanten 30 Prozent habt ihr gerade einmal drei schon erreicht." Erste Schritte zu einer Verbesserung der Lage seien bereits eingeleitet worden, indem die "gschlamperten" Kalender an den Spinds durch Spiegel ersetzt wurden. Lobende Worte hatte die Prinzessin auch mitgebracht: "Für die Jugend setzt ihr euch schon super ein, das ist ein starkes Plus im Verein."

Prinz Johannes III. war gleich in zweifacher Funktion zum Feuerwehrball gekommen: Als oberster Faschingsbeauftragter und als frisch gewählter dritter Kommandant der Feuerwehr. Er freue sich schon auf das neue Feuerwehrhaus, mit dem das ewige Wanderleben endlich ein Ende finde, sagte er. "Mit vereinten Kräften packten wir an, damit das Haus entstehen kann", verkündete Johannes, hatte aber auch einen klitzekleinen Kritikpunkt mitgebracht: "Zu nah an der Einfahrt steht das Haus, jetzt kommen wir mit dem LF 16 nicht mehr richtig raus." Deswegen bot er den umliegenden Dorffeuerwehren ein Tauschgeschäft an: Löschfahrzeug gegen Spritzenanhänger.

"Beim Spritzen bin ich nicht aktiv, dafür bin ich selber sehr spritzig", bekundete Hofmarschall Michi. Er berichtete von zwei Großereignissen: der Fahrt zur Fahrzeugweihe in Breitenbrunn am Neusiedlersee in einem "Saunabus" und mit lauwarmen Bier sowie von der großen "Kuhstallparty" in Matzelsberg. "Dieser Einsatz war sehr lukrativ, weil eine große Spende in die Feuerwehrkasse lief", so der Hofmarschall. Nach Gardemarsch und Ehrentanz des Prinzenpaars ging das närrische Vergnügen so richtig los. Sherlock Braun schnappte sich die Prinzessin und drehte mit ihr ein paar Runden. Die Musiker von Spectrum heizten den Gästen so richtig ein, die hohe Feuerwehrinspektion und die Feuerwehrmeisterei wiegten sich genauso im Sauseschritt wie die örtliche Politik.

Zur Gaudi des Publikums trugen mehrere Einlagen bei. Die Jungs vom neuen Vorstandsteam der Wehr hatten den Sketch "Fröhliche Socken" parat und sexy Feuerwehrkräfte simulierten einen Einsatz. Ganz toll waren die Putzfrauen der Jugendfeuerwehr. Bekanntermaßen hat sich die Feuerwehr verpflichtet (oder wurde sie verpflichtet), nach Fertigstellung des Feuerwehrhauses die Endreinigung desselben vorzunehmen. Mit Putzeimer, Putzmittel, Wischmopp und Klobürste bewaffnet, hielten die "Putzweiber" dem Gemeindeoberhaupt schon einmal die Schwere dieser Aufgabe vor Augen.