Ingolstadt
Freie Fahrt in den Einkaufsrummel

Erweiterter Westpark besteht auch den ersten großen Andrang zur Weihnachtszeit

02.12.2012 | Stand 03.12.2020, 0:45 Uhr

Der Nikolaus ist weiblich – und tritt gerne gruppenweise auf: Die Showtanzgruppe „Sweet Girls“unter der Leitung von Jessica May hatte am Samstagmittag die meisten Zuschauer beim Aktionstag der Unicef-Unterstützergruppe auf der Westpark-Plaza - Foto: Rössle

Ingolstadt (DK) Wenn das die Nagelprobe war, dann wurde sie bestanden: Am erweiterten Westpark ist der erste Weihnachtseinkaufssamstag ohne nennenswerte Verkehrsprobleme über die Bühne gegangen.

Auf der Plaza lief ein Programm der Unicef-Arbeitsgruppe, das allerdings nur verhaltene Resonanz fand. Adventssamstage am Westpark waren stets gefürchtet. Die Betonung liegt hier auf waren, denn die Zeiten langer Staus rund um den Audikreisel und auf der Zubringerachse von Norden her könnten vorbei sein. Zumindest hat sich an diesem ersten publikumsstarken Einkaufstag in der Vorweihnachtszeit trotz der erheblich erweiterten Verkaufsflächen und sichtlich guter Auslastung der Parkplätze kein Verkehrsinfarkt eingestellt. Die Planer scheinen mit den neuen Zufahrten und Ampelregelungen nicht danebengelangt zu haben, so dass sich zum Einkaufsstress zumindest diesmal keine zusätzliche Nervenbelastung gesellte. Natürlich müssen zu einer fundierten Beurteilung noch die kommenden drei Wochenenden abgewartet werden.

Der DK-Test ergab mit drei An- und Abfahrten zum bzw. vom großen Einkaufszentrum am späten Vormittag, am Mittag gegen 13 Uhr und am Nachmittag gegen 16 Uhr in keinem Fall auch nur den Ansatz eines Staus oder übertrieben lange Parkplatzsuche. Sowohl am eigentlichen Westpark als auch auf den Stellflächen der Großmärkte gegenüber ging es stets munter, aber niemals chaotisch zu. Eine Nische für den Pkw war jedes Mal zu finden, wenn auch mittags und nachmittags eher im äußersten Eck. Dass die neue Abfahrtsrampe vom östlichen Parkdeck des Westparks eine nützliche Ventilfunktion hat, ist unbestritten. Auffällig groß war die Frequenz der Fahrzeugbewegungen zur Richard-Wagner-Straße aber zu keinem Zeitpunkt. Vielleicht muss diese neue Ausfahrt auch noch bekannter werden. Centermanager Frank Hausschmidt meinte am Abend, dass man die Beschilderung, auch am neuen nördlichen Parkdeck, in den nächsten Tagen noch etwas verbessern muss.

Und im Einkaufszentrum selbst? Das unvermeidliche Geschiebe, allerdings auch hier keine kritische Masse für Platzangstattacken. Vom typischen vorweihnachtlichen Andrang hatte sich eine Gruppierung übrigens etwas mehr erhofft: Die Unicef-Damen des örtlichen Unterstützerkreises wirkten mit ihrem Stand seitlich der Bühne am Rande der neuen Plaza doch etwas verloren.

Hier war nur mehr los, als zur Mittagszeit die „Sweet Girls“, eine Mädchentanzgruppe in Nikolauskostümen, übers Parkett wirbelten. Das wollten sich natürlich gerade viele Eltern und Großeltern nicht entgehen lassen. Die später aufgebotene Jazz-Big-Band der Musikschule hatte da schon deutlich weniger Publikum, auch wenn sie bis weit in die Einkaufspassagen zu hören war. Am dritten Adventssonntag wird die Unicef-Gruppe hier nochmals mit Programm vertreten sein, dann vielleicht mit kleinen Änderungen im Ablauf.