Buxheim

Finanziell steht Buxheim gut da

14.12.2009 | Stand 03.12.2020, 4:24 Uhr

Buxheim (rsh) Das unrühmliche Treiben Jugendlicher auf den Spiel- und Freizeitanlagen brachte Bürgermeister Peter Doliwa bei den Bürgerversammlungen in Buxheim und Tauberfeld auf den Plan. Sachbeschädigungen, Alkoholexzesse und Verunreinigungen verursachten immer wieder Probleme und erhebliche Kosten für Reparatur und Säuberung. Die Scherben zerschlagener Flaschen im Rasen und sogar in Sandspielflächen stellten eine grobe Gefährdung für kleine und große Besucher dar. Um diesem Missstand abzuhelfen, hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung eine Spielplatzordnung aufgestellt mit klaren Vorschriften und Verboten.

Künftig sei zum Beispiel Rauchen und Alkoholkonsum strikt untersagt. Verstöße können mit Platzverweis und Bußgeld geahndet werden. Mit einer Videoüberwachung – wie aus der Zuhörerschar vorgeschlagen – konnte sich Doliwa nicht anfreunden. Er setze auf die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahme, hieß es.

Bei der Versammlung lieferte Doliwa einen umfassenden Rückblick. Auch über die laufenden und geplanten Maßnahmen informierte er und nahm seinerseits Anregungen und Kritikpunkte der Bürger entgegen. In einer 90-minütigen Präsentation erläuterte der Bürgermeister zunächst das Zahlenwerk des Verwaltungshaushaltes (4,7 Millionen Euro) und Vermögenshaushaltes (3,9 Millionen Euro) und unterlegte die Einnahmen und die Ausgaben mit Bildmaterial.

Haupteinnahmequelle im Verwaltungshaushalt sind nach wie vor die Einkommensteueranteile (zwei Millionen Euro) sowie die Schlüsselzuweisung (475 000 Euro). Fast eine Million Euro fließt allerdings als Umlage an den Landkreis. Erfreulich sei die Zuführung zum Vermögenshaushalt in einer Größenordnung von 537 000 Euro. Zu Beginn des Jahres zählte die Gemeinde 3524 Einwohner (Buxheim 2593 Personen, Tauberfeld 931 Personen) – so viel wie nie zuvor.

Die Großbaustelle Eitensheimer Straße hat sowohl den Anliegern als auch der Baufirma Probleme bereitet. Davon war in der Bürgerversammlung einiges zu hören. Viele Verkehrsteilnehmer hätten das Durchfahrtsverbot missachtet. Die Anwohner der offiziellen – und inoffiziellen – Umleitungsstrecken wurden durch Raserei und Lärm geplagt. Auch klagten Geschäftsleute über Umsatzeinbußen. Zum Glück werde die Sanierung mit der Asphaltierung noch vor Weihnachten abgeschlossen, sagte Doliwa. Über 500 000 Euro habe die Gemeinde damit in die Sanierung gesteckt, wobei 244 000 Euro auf die Wasserversorgung entfallen und 291 000 Euro auf die Entwässerung. Obwohl die Kommune bereits 740 000 Euro in den vergangenen Jahren investiert habe, belaufe sich der Restsanierungsbedarf nach heutiger Schätzung noch auf mindestens 1,2 Millionen Euro. Da der Wasserverbrauch eher rückläufig sei, werde man in Anbetracht der anfallenden Festkosten eine Anpassung nach oben vornehmen müssen, erklärte der Bürgermeister.

Obwohl in den vorigen Jahren 850 000 Euro für die Modernisierung der Kläranlage aufgewendet wurden, stehen neue Aufgaben in einer Größenordnung von 200 000 Euro an. Trotz der gewaltigen Investitionen baue die Gemeinde konsequent den Schuldenstand ab. Gleichzeitig verfüge die Gemeinde über eine komfortable Rücklage von über 1,8 Millionen Euro. Neueste Meldungen ließen allerdings für das Haushaltsjahr Mindereinnahmen von fast 600 000 Euro befürchten. Diese unerfreuliche Entwicklung schränke den Handlungsspielraum in der Zukunft deutlich ein.

Zum Abschluss zeigte der Bürgermeister einen Zusammenschnitt zweier Filme vom Jubiläumsgeschehen "1100 Jahre Buxheim". Gustl Heimbüchler hat ein buntes Kaleidoskop aus dem reichen Veranstaltungsreigen zusammengestellt und vertont.