Familientragödie in Neumarkt: Haftantrag gegen 43-Jährigen

31.01.2013 | Stand 03.12.2020, 0:33 Uhr |
Ein Kameramann filmt das Mehrfamilienhaus, in dem sich das Blutbad ereignet hat. −Foto: Josef Sturm

Neumarkt (dk) Zwei Tage nach der Familientragödie in Neumarkt hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth Haftantrag gegen einen 43-jährigen Neumarkter gestellt. Der Mann steht im Verdacht, am Dienstagnachmittag seinen 65-jährigen Schwiegervater und dessen 26 Jahre alten Sohn getötet zu haben. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

Polizisten hatten den 43-Jährigen kurz nach der Tat schwer verletzt im Treppenhaus des Wohnblocks an der Neumarkter Badstraße gefunden. Was sich zwischen den drei Männern in der Wohnung abgespielt hat, ist nach wie vor unklar. Ebenso muss die Kriminalpolizei Regensburg noch klären, was sich im Vorfeld der Tat zugetragen hat. Am Tatort fanden die Beamten ein Messer und ein weiteres Küchenwerkzeug. Dabei handelt es sich möglicherweise um die Tatwaffen.

Am Montagvormittag (28. Januar) hatte der 43-Jährige die Polizeiinspektion Neumarkt angerufen und gedroht, sich von einem Felsen der Burgruine Wolfstein in die Tiefe zu stürzen. Als Grund nannte er familiäre Probleme. Polizisten und Mitglieder der Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberpfalz konnten den Mann dazu bewegen, von seinem Vorhaben abzulassen. Der 43-Jährige begab sich danach freiwillig in stationäre therapeutische Behandlung. Am Tag darauf verließ er diese Einrichtung wieder.