Ingolstadt
ERC kommt erst am Ende in Fahrt

27.08.2010 | Stand 03.12.2020, 3:44 Uhr |

Eine gute Chance ausgelassen: Matt Hussey fuhr hier alleine auf Gästetorwart Gaspar Kroselj zu, konnte die Scheibe aber nicht im Tor unterbringen. - Foto: Bösl

Ingolstadt (DK) Am Ende war es eine klare Sache. Der ERC Ingolstadt gewann am Freitagabend sein Vorbereitungsspiel gegen Medvescak Zagreb mit 7:4 (2:2, 2:2, 3:0). Am Sonntag empfangen die Panther um 14.30 Uhr die Kufencracks aus Klagenfurt zum letzten Testspiel.

Die 1510 Zuschauer in der Saturn-Arena sahen eine unterhaltsame Partie. Denn die Kroaten, die seit 2009 in der ersten österreichischen Liga spielen, präsentierten sich keineswegs als brave Gäste. In der vierten Minute brachte Frank Gazdic Zagreb in Führung. Beim ERC lief die Scheibe noch nicht wie gewünscht, und in der Defensive fehlte die letzte Konsequenz. Panther-Trainer Greg Thomson versuchte es im vorletzten Testspiel vor dem Saisonauftakt in einer Woche gegen Nürnberg mit einer leicht veränderten Formation. Michael Waginger durfte sich in ersten Reihe neben Bob Wren und Thomas Greilinger beweisen. Rick Girard rückte in die vierte Linie an die Seite von Dominic Walsh und Patrick Buzas.

 
Vor allem im Überzahlspiel offenbarten die Panther noch Schwächen. Zumindest bis zur 15. Minute. Da saßen bei den Kroaten, die mit einigen in Deutschland bekannten Cracks wie Robby Sandrock (Iserlohn, Wolfsburg) und T. J. Guidarrelli (Landshut, Riessersee) angereist waren, zwei Akteure auf der Strafbank. Marvin Degon jagte den Puck von der Blauen Linie ins Netz. Und als Walsh kurz darauf zum 2:1 abstaubte, schien sich der ERC gefangen zu haben (16. Minute). Dem war aber nicht so. Denn Sekunden vor der Sirene nutzte Andy Sertich ein Überzahlspiel zum Ausgleich. Wieder gab die Ingolstädter Defensive kein gutes Bild ab.

Das zweite Drittel gehörte zwei Stürmern. Zunächst schoss Don McLean die Gäste binnen elf Sekunden per Doppelpack mit 4:2 in Führung (24.). Danach ließ ERC-Stürmer Joe Motzko mit zwei furiosen Einzelaktionen sein Talent erkennen und stellte das Ergebnis auf 4:4 (26. und 34.).

Den letzten Abschnitt durften die Panther mit einem Mann mehr beginnen. Abermals Degon nutzte diesen Umstand auf vorbildliche Weise aus (41.). Ein feines Zuspiel von Wren verwertete Greilinger in der 51. Minute zur Vorentscheidung. Waginger gelang schließlich gegen nun müde Kroaten der letzte Treffer (55.). "Wir haben nicht gut begonnen. Unser Spiel war zu riskant, das hat Zagreb clever ausgenützt", bilanzierte Thomson.