Ingolstadt

Einige Sofortmaßnahmen

Brücke über B16 bei Zuchering: Stadt setzt auf Warnleuchten

30.10.2017 | Stand 02.12.2020, 17:17 Uhr
Am Tage wirkt es nicht gefährlich, doch nachts sind Farbige für Autofahrer oft schwerer zu erkennen als hellhäutige Passanten. −Foto: Eberl

Zuchering (hl) Die schmale Straßenbrücke über die B16 zwischen Zuchering und dem Gewerbegebiet Weiherfeld ist wegen der zuletzt starken Nutzung durch afrikanische Asylbewerber aus dem nahen Transitzentrum (ehemalige Immelmann-Kaserne) und wegen ihres nach wie vor hohen Gefahrenpotenzials für Fußgänger in den Blickpunkt geraten (DK berichtete).

Die Stadt hat jetzt geeignete Maßnahmen geprüft, die Situation bis zur Fertigstellung eines separaten Fuß- und Radüberweges zu entschärfen. Eine Öffnung der Leitplanken auf der Brücke, wie sie von Bürgern aus Zuchering ins Gespräch gebracht worden war, kommt aber nach jüngster Auskunft aus dem Rathaus nicht infrage.

Besorgte Anwohner, die die Brücke häufiger mit ihren Autos befahren, hatten vor allem kritisiert, dass in der nun begonnenen dunkleren Jahreszeit mit früher einsetzender Abenddämmerung die dunkelhäutigen (und oft auch noch dunkel gekleideten) Flüchtlinge nur sehr schwer am Rand der schmalen Fahrbahn auszumachen sind. Die Beleuchtung des Geh- und Radweges im Umfeld der Brücke sei nun bereits seit der vorletzten Woche aktiviert, verlautet nun aus der Stadtverwaltung.

Zusätzlich, so heißt es weiter, sollten noch Ende vergangener Woche zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Brücke mehrere gelbe Warnblinklichter angebracht werden, die bei Dunkelheit leuchten. Aufgrund der Baustellensituation gilt auf dem Abschnitt Tempo ohnehin 30 - ob sich wirklich jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer an dieses Limit hält, ist freilich eine andere Frage.

Der Vorschlag, in der jetzigen Situation die Leitplanke zu öffnen, um so den Zwischenraum zwischen Leitplanke und Geländer für Fußgänger und Radfahrer zu nutzen, sei "leider nicht umsetzbar", heißt es in der Stellungnahme der Stadt weiter. Eine solche Öffnung sei "aus Verkehrssicherheitsgründen grundsätzlich nicht möglich". Zudem fänden am Ende der Brücke noch Bauarbeiten statt, und die Böschung falle steil ab, sodass hier "keine gesicherte Ableitung auf die Straße möglich" sei.

Wäre die Baufirma, die den neuen Steg bauen sollte, nicht in Konkurs gegangen, hätte sich das Problem womöglich gar nicht erst gestellt. Doch diese Baustelle wird noch über den Winter ruhen müssen, weil eine Neuausschreibung ihre Zeit braucht. Mit einer Fertigstellung, so heißt es, werde nun im Mai oder Juni 2018 gerechnet.