Fußball, Bezirksliga

"Eine völlig andere Herausforderung"

Jetzendorfs Coach Schäffler warnt vor dem Fünften SV Manching - Rohrbach zweimal gefordert

15.04.2022 | Stand 15.04.2022, 16:48 Uhr
Ein hartes Stück Arbeit wartet auf Florian Radlmeier (links) und den TSV Jetzendorf. Benedikt Vollnhals und der SV Manching bereiteten dem TSV bereits im Hinspiel (0:0) Probleme. −Foto: Meyer (Archiv)

Pfaffenhofen - Ein anstrengendes Osterwochenende hat der TSV Rohrbach vor sich.

Das Team von Stefan Klos muss als Einziger der regionalen Vertreter zweimal über die Feiertage ran: Am Samstag geht es zum FC Schwabing, ehe am Montag Spitzenreiter Dachau beim TSV gastiert. Spannung verspricht derweil das Duell zwischen dem Zweiten Jetzendorf und dem Fünften Manching.

TSV Jetzendorf - SV Manching (Samstag, 15 Uhr): Alexander Schäffler, der Spielertrainer des Bezirksliga-Zweiten TSV Jetzendorf, hat Respekt vor dem Gegner an diesem Karsamstag, dem Fünften SV Manching (Anpfiff 15 Uhr, Lorenz-Wagner-Stadion). "Das wird eine völlig andere Herausforderung als unsere bisherigen Spiele in diesem Jahr", ist sich der 31-Jährige sicher. Nicht nur wegen des torlosen Unentschiedens im Hinspiel, bei dem sich die Jetzendorfer schwer getan hatten. Sondern auch, weil die Manchinger am vergangenen Samstag einen 3:2-Sieg bei der Reserve des VfB Eichstätt, immerhin der Vierte der Liga, einfahren konnten. Zudem hat Schäffler durchaus registriert, dass der SVM in der Winterpause Platz zwei als Ziel ausgerufen hatte. Derzeit scheinen die Oberilmtaler (22 Spiele/41 Punkte) zwar meilenweit vor den Paar-Anrainern (21/35) zu liegen. Doch der Jetzendorfer Coach hat im Laufe seiner langen Karriere schon viele Serien wie Eis in der Frühlingssonne dahinschmelzen sehen. Er klingt sehr energisch, wenn er sagt: "Wir haben vier Siege im Rücken und gehen mit großem Selbstvertrauen in das Spiel. " Nicht zuletzt, weil er fast alle Leistungsträger einsatzbereit weiß. Auch Wlad Beiz, der am vergangenen Sonntag in Kasing nur auf der Bank saß. "Sicherheitshalber", erklärt der Coach. "So hatte Wlad noch eine zusätzliche Woche Zeit zur Regeneration. " Nur auf zwei Spieler muss Schäffler weiterhin verzichten: auf Dominik Liebl (Knöchelverletzung) und auf den Torjäger Alexander Schäffler - der Spielertrainer ist vor zwei Wochen im Training umgeknickt, so wie auch Liebl, und hat sich eine Kapselverletzung zugezogen. "Ein Einsatz gegen Manching käme noch zu früh. " Dass der ASV Dachau am Dienstagabend nach einem haarscharfen 1:0 gegen die SpVgg Kammerberg wieder am TSV vorbeigezogen ist (Siegtor in der 84. Minute), beschäftigt den Jetzendorfer vorgeblich überhaupt nicht. "Unser Ziel ist Platz zwei", bekräftigt er. "Dazu müssen wir den SV Manching auf Distanz halten. Am besten mit einem Sieg. "

FSV Pfaffenhofen - SV Kasing (Samstag, 15.30 Uhr): Nach dem erhofften Befreiungsschlag beim TSV Eching hat der FSV Pfaffenhofen an diesem Samstag die große Chance, sich mit einem Sieg gegen das nächste Kellerkind weiter von der Abstiegszone zu distanzieren. Gegner SV Kasing steckt tief im Schlamassel, hat seit der Winterpause noch keinen Punkt eingefahren und ist folglich am vergangenen Wochenende auf einen direkten Abstiegsplatz zurückgefallen. Trainer Gerhard Lösch warnt dennoch: "Das ist wieder ein Team, das mit dem Rücken zur Wand steht, die Kasinger werden sicher nicht nach Pfaffenhofen fahren, um sich die Stadt anzuschauen. Sie werden kämpferisch alles in die Waagschale werfen. " Um zu siegen sei es wichtig, dass sein FSV "mit der gleichen Intensität wie in Eching agiert. Wenn wir unser Spiel durchziehen und wieder in Führung gehen können, sehe ich gute Chancen", sagt Lösch. Den 7:0-Kantersieg seiner Elf im Hinspiel will der Coach nicht zu hoch hängen. "Damals ist einfach vieles für uns gelaufen, wir hatten entsprechendes Spielglück. " Auch den Kasingern ist diese Partie noch gut im Gedächtnis. "Alleine schon aufgrund dieser her-ben Klatsche haben wir eine Rechnung offen", sagt Spielertrainer Fabian Reichenberger und fügt an: "Auch wenn wir zuletzt alle Partien verloren haben, haben wir gesehen, dass wir mithalten können. Jetzt gilt es, sich auch einmal zu belohnen. " FSV-Trainer Lösch kann fast auf den selben Kader wie in Eching zurückgreifen. Nur auf Tobias Gürtner (Urlaub) muss er verzichten.

FC Schwabing - TSV Rohrbach (Samstag, 14.30 Uhr), TSV Rohrbach - ASV Dachau (Montag, 14.30 Uhr): Für Rohrbachs Coach Stefan Klos liegt der Fokus an diesem Wochenende auf der Partie in Schwabing. Beide Mannschaften trennen derzeit nur zwei Punkte, mit einem Sieg könnte der TSV den Kontrahenten überholen. Der FCS zeigte im Jahr 2022 bislang eine starke Leistung und hat noch kein Spiel verloren. Das Hinspiel gewann Rohrbach allerdings deutlich mit 3:0. Klos geht aber davon aus, dass der Gegner dieses Mal besser sein wird, auch wenn er die Schwabinger nur schwer einschätzen kann. Angesichts der Tabellensituation erwartet er ein ausgeglichenes Spiel. Personell gibt es beim TSV noch ein paar Fragezeichen. So hat sich Daniel Kremer im Abschlusstraining verletzt. Sein Einsatz ist eben so noch offen wie der von Michael Humbach, der angeschlagen ist. Nach nur einem Tag Pause erwartet der TSV dann am Ostermontag Spitzenreiter Dachau, der sich mit fünf Siegen aus fünf Spielen im laufenden Jahr in bestechender Form befindet. Klos bezeichnet die Begegnung als Bonusspiel: "Der ASV ist die beste Mannschaft in der Liga, selbst wenn wir top drauf sind und eine super Leistung zeigen, wäre ein Sieg nicht sicher. Die Erwartungshaltung ist daher gering" Im Hinspiel musste sich Rohrbach 0:3 geschlagen geben. Klos hofft darauf, nach einem Erfolg gegen Schwabing mit Rückenwind in die Partie gehen zu können.

wde