Euerwang
Ein Raubritter hat das Finanzamt erfunden

29.12.2010 | Stand 03.12.2020, 3:18 Uhr

Die Euerwanger Theaterspieler ernten für ihre Darstellung viel Applaus. - Foto: Mödl

Euerwang (mld) Der Beifall ist das Brot des Schauspielers, und mit diesem Brot sind die Euerwanger Theaterleit mit ihrem Regisseur Josef Schraufstetter bei der Premiere am zweiten Weihnachtsfeiertag der Komödie "Fürst Wastl" reichlich bedacht worden.

Gleich zu Beginn wurde mit bissigen Pointen dem Publikum ein herzhaftes Lachen abverlangt. "Wenn er ein anständiger Kerl wär’, wär’ er gestorben", erklärte der arme Schreinermeister Wanninger (Georg Heiss) seiner Frau Rosa (Anita Meyer). Bei ihm hatte sein Gegenspieler, der Bürgermeister Heuschneider (Markus Pfaller), in schwerer Krankheit einen Sarg bestellt, den er nun nicht mehr braucht. Sebastian Fürst (Michael Batz), ein Freund Wanningers aus München, bringt Wanninger einen Großauftrag. Dieser Fürst wird von Wanninger zu einem echten Fürsten umfunktioniert und Bürgermeister Heuschneider so vorgestellt: "Sein Vater war ein Fürst, ebenso sein Großvater und sein Ur-Urgroßvater war ein Raubritter, der kurz vor seinem Tod das Finanzamt erfunden hat."

Im ganzen Dorf Ochsenhausen wird Sebastian Fürst als echter Fürst angesehen, und der Postwirt Zacherl (Klaus Batz) und seine Frau Leni (Ursula Schiegl), bei denen der Fürst diniert, stellen in aller Eile ein fürstliches Menü auf die Beine.

Heuschneiders Sohn Blasi und Wanningers Tochter Pepperl, die ein Gspusi haben, sowie der Chauffeur Hans (Markus Guth) und das Hausmädchen Mirl (Maria Meyer) sorgen für ein lebendiges Spiel mit viel Handlung. Treffsichere Pointen bescheren den Darstellern viel Szenenapplaus und dem Publikum einen fröhlichen und heiteren Theaterabend. Weitere Spieltage der Komödie sind am 2. Januar, 5. Januar, 8. Januar sowie am 14. und 15. Januar jeweils um 19.30 Uhr im Schützenhaus Euerwang.

Karten gibt es im Vorverkauf bei Matthias Mödl unter Telefon (0 84 63) 83 06.