Neuburg

Ein multikulturelles Miteinander

Im Ostend feiern 5000 Besucher mit Angeboten aus 24 Ländern - "Offen und international"

10.06.2019 | Stand 02.12.2020, 13:46 Uhr
  −Foto: Rein, Rein, Winfried, Neuburg

Neuburg (r) "Neuburg ist bunt und multikulturell." Was bisweilen politisch kontrovers diskutiert wird, war am Samstag Motto eines Sommerfestes.

Und es war kein kleines: Etwa 5000 Besucher schauten im Laufe des Tages beim "21. Multikulti-Fest" im Neuburger Ostend vorbei. Etliche blieben bei Lagerfeuer und Rockmusik bis Mitternacht.

Ob beim Essen, beim Gespräch oder der Musik - dieses Fest lässt die Unterschiede zusammenschmelzen. Gleichzeitig zeigen die Beteiligten ihre kulturellen Besonderheiten. Immerhin 24 Nationen seien mit Imbissständen, Spielen oder einer kleinen Bühnenshow vertreten, vermelden die Sozialarbeiter Jürgen Stickel und Marek Hajduczek.

Sie haben das Multikultifest im Rahmen des Bürgervereins Ostend zu einer beachtlichen Marke entwickelt. "Es ist zum Selbstläufer geworden", so Jürgen Stickel, "und unser Kennzeichen ist das friedliche Miteinander. " Es gab keine Zwischenfälle - wenn man von einer Sturmböe absieht, die Freitagabend ein Zelt mitgerissen hatte.

Kurden und Vietnamesen, Türken und Thais feierten auf dem Volksfestplatz, vom bosnischen Cevapcici über ungarische Langos und schlesische Bratwurst bis zur vietnamesischen Frühlingsrolle und portugiesischen Sardinen reichte das kulinarische Angebot. Folkloretänze, Taikotrommeln und Bauchtanz beherrschten die Aktionsbühne. "Wir sind glücklich, dass wir unsere Kultur hier bei diesem schönen Fest zeigen können", sagte Resti Utami von der indonesischen Tanzgruppe Pelangi Nusantara. Ihre goldglänzenden Kostüme leuchteten im Sonnenschein.

Das Gros der Akteure kam aus Neuburg und Umland, teilweise organisiert in Kulturvereinen der Kurden, Äthiopier, FC Bosnia, Vietnamesischer, Ungarischer, Kosovo/albanischer, Thailändischer, Portugiesischer, Türkisch-Islamischer und Dominikanischer Kulturverein. Etliche Nationalitäten hatten sich Verstärkung aus Ingolstadt und München geholt, um in Neuburg gebührend zu feiern.

Bürger gestalten das Fest für Bürger, rief OB Bernhard Gmehling über den Volksfestplatz, "es ist ein Beleg für das gute Miteinander in unserem lebendigsten Stadtteil Ostend. " Neuburg sei offen, international und bunt. Das habe auch die Regierung mit einem Integrationspreis gewürdigt. Der Oberbürgermeister bedankte sich dafür und bei allen Beteiligten, die ganze Jahr über an einem konfliktfreien Miteinander arbeiten.