Rohrbach

Ein Hauch von Afrika

Trommelgruppe Tamatogo gibt mitreißendes Konzert in Rohrbach

24.08.2020 | Stand 02.12.2020, 10:42 Uhr
Sie bringen afrikanische Klänge in die Hallertau: Der Geisenfelder Verein Tamatogo begeisterte bei seinem Konzert am Sonntagabend in Rohrbach. −Foto: A. Ermert

Rohrbach - Am "Sonntag um 5" ist Kultur auf dem Rohrbacher Rathausplatz geboten. Beim Auftritt der Trommlergruppe Tamatogo ist nicht nur der von der Leiterin Brigitte Peters erhoffte Funke der Begeisterung auf die Zuhörer übergesprungen. "Es ist für Rohrbacher Verhältnisse nicht nur ein Funke, sondern ein gewaltiger Flächenbrand entstanden", zieht der Dritte Bürgermeister Hans Vachal und Mitglied des Arbeitskreises Kultur sein Fazit für diesen gewaltigen Auftritt der Trommler aus Geisenfeld. Etwa 140 Zuhörer haben sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen, so viele waren noch auf keinem der diesjährigen Konzerte.

Vier Trommlerinnen, vier Trommler, zwei Gitarrespielerinnen und als Sängerin und Moderatorin Brigitte Peters - wobei die ganze Gruppe nicht nur an ihren Instrumenten zu faszinieren versteht, sondern auch gesanglich die Zuhörer begeisterte. Die Trommeln beschworen den Spirit des fremden Kontinents Afrika herauf, dieses Flair lag förmlich in der Luft - und das im Schatten von Kastanienbäumen. Diese Gruppe versteht es die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen, vor allem mit Gospelsongs aus Togo, die teils echt unter die Haut gingen. Ekstatisch, eindrucksvoll, berührend, einfach wunderschön.

Die Familie Peters fährt alle zwei Jahre in die Heimat von Vater Amidou und bringt von dort immer wieder neue Lieder mit, die dann ins Programm aufgenommen werden. Doch auch gängige Songs waren zu hören, wie "The lions sleeps tonight" - und einen Ausreißer gabs auch: ein Lied aus Uganda, denn ein Trommler kommt von dort. Und er trommelte und sang mit Leidenschaft.

"Wir sind eine kleine Gruppe und haben uns zusammengefunden um Musik zu machen", erzählt Brigitte Peters, die Initiatorin der Trommler und Gründerin des Vereins Tamatogo, die mit dem Togolesen Amidou Mahamadou verheiratet ist. "Unser Ziel und das des Vereins war aber schon immer mit unseren Auftritten ein Waisenhaus bei Lomé, der Hauptstadt von Togo, zu errichten und zu unterhalten. Spenden gehen zu 100 Prozent in dieses Projekt." Der Verein will dort Kindern und Jugendlichen ohne Familie neben Geborgenheit vorrangig eine gute Ausbildung ermöglichen, die ihnen später zu einem selbstständigen Leben in ihrer Heimat verhelfen soll.

Bei den Rohrbacher Konzerten "Sonntag um 5" ist der Eintritt frei, aber es geht ein Hut um für Spenden. Und die Zuhörer zeigten sich spendabel, denn über 600 Euro konnte Hans Vachal an Brigitte Peters überreichen, die sich herzlich bedankte für diese Spende - aber auch dafür, dass den Trommlern nach so langer Abstinenz wegen Corona endlich wieder die Chance zu einem Auftritt geboten wurde und "wir endlich wieder trommeln konnten".

PK

Anna Ermert