Altmannstein

Ein Anbau für das Catering

Altmannsteiner Turnhalle wird heuer für rund 1,1 Millionen Euro saniert und erweitert

07.03.2019 | Stand 02.12.2020, 14:29 Uhr
Die Pläne für die Turnhallensanierung erläuterten Bauamtsleiter Heiko Siegl (links) und Architekt Martin Räke vor der Halle. −Foto: Ammer

Altmannstein (DK) Die Altmannsteiner Turnhalle wird heuer für rund 1,1 Millionen Euro saniert. Der Altmannsteiner Bauausschuss hat sich neben den notwendigen Maßnahmen zu Brandschutz und Ertüchtigung für einen separaten Anbau entschieden. Bei einem Treffen mit unserer Zeitung haben Bauamtsleiter Heiko Siegl und Architekt Martin Räke die Maßnahmen erläutert.

Die Tekturplanung ist bereits eigereicht, die Ausschreibung dürfte spätestens im April erfolgen, gibt Siegl einen groben Zeitplan. Den Baubeginn datiert er auf Juni, denn Anfang September will man mit der Sanierung der Sporthalle fertig sein. Ziel ist, dass die meisten Baumaßnahmen in den Ferien erfolgen, so dass die Schule möglichst wenig beeinträchtigt wird. Auch so kann die Halle voraussichtlich von Juni bis September nicht genutzt werden, doch in dieser Zeit liegen immerhin Pfingst- und Sommerferien. "Damit ist der Betrieb so wenig wie möglich eingeschränkt", so Siegl.

Größte Neuerung bei den Maßnahmen dürfte ein zusätzlicher Anbau sein und zwar dort, wo momentan der Spielplatz angelegt ist. Also zwischen Turnhalle und Schulgebäude. Rund 53 Quadratmeter soll dieser umfassen, wie der Architekt erläutert. Dieser sei ursprünglich eine Anregung der Vereine gewesen. Das Architekturbüro habe daraufhin einen Vorschlag ausgearbeitet, der nun, im Zuge der Generalsanierung, mit umgesetzt werden soll. Hintergrund ist, dass es künftig einen Bereich für Catering in der Sporthalle geben soll. Dafür werden die Geräte und Stühle aus einem jetzigen Geräteraum in den Anbau ausgelagert werden, wodurch in dem frei werdenden Raum in der Turnhalle Platz für den Catering-Bereich geschaffen wird. Der Vorteil dieser Lösung, wie Architekt Räke erläutert: Wasser, Abwasser und Strom seien dort schon vorhanden. Es sind also alle Voraussetzungen gegeben, in einem nächsten Schritt eine Küchenzeile einzubauen. Rund 120000 Euro wird der Anbau voraussichtlich kosten. Die Sanierung ohne Anbau ist mit rund einer Million Euro veranschlagt. Eine Förderung für die Sanierungsmaßnahmen gibt es bereits. Kämmerer Gerald Schlagbauer nennt die Summe von 325400 Euro.

Ein Augenmerk bei der Sanierung liegt auf dem Brandschutz. Erstellt werden unter anderem Bestuhlungspläne für verschiedene Veranstaltungen, Feuerwehrpläne, ein Sicherheitskonzept und eine Brandschutzordnung. Im Rahmen der Sanierung werden außerdem sämtliche Türblätter in den Umkleidebereichen ausgetauscht, die Türen zur Sporthalle und ins Freie müssen außerdem vergrößert werden. Dazu kommen zusätzliche Fluchttüren für einen zweiten Rettungsweg im Erdgeschoss und Untergeschoss, damit die Anzahl der Fluchttüren für rund 800 bis 1000 Personen gewährleistet ist, wie es in der Beschreibung des Architekturbüros heißt. Erneuert werden in diesem Rahmen auch die Trennvorhänge inklusive Motoren und die Prallwandteppiche. Ertüchtigt und erweitert werden muss die Rauch- und Wärmeabzugsanlage und schließlich sollen die Sprossenwände, Seile und Tore mittels Seilzug nach oben gezogen werden können. Des Weiteren werden alle Lampen auf LED umgestellt, wie Räke erläutert.

Gravierende Mängel gebe es sonst keine, sagt Räke. Das seien die normalen Arbeiten nach 20 Jahren in Betrieb. Veranstaltungen mit rund 800 Personen können ab Oktober nach den Maßnahmen in der Halle stattfinden.

Isabel Ammer