Eichstätt

Eichstätter Landrat ernennt sieben neue Naturschutzwächterinnen und -wächter

Bewusster Umgang mit der Umwelt

15.12.2021 | Stand 19.12.2021, 3:34 Uhr
Engagierte Naturschutzwächter des Landkreises Eichstätt bei der Arbeit: Johann Rehm (Zuständigkeitsbereich Dollnstein) und Wolfgang Hertlin (Zuständigkeitsbereich Mindelstetten, Oberdolling, rechts) fungieren nicht nur als ausgebildete Naturschutzwächter, sondern außerdem als fachkundige Ameisenheger. −Foto: Preis

Eichstätt - Der Landkreis Eichstätt hat für seine ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Naturschutzwacht Zuwachs bekommen: Landrat Alexander Anetsberger konnte sieben geprüfte neue Naturschutzwächterinnen und -wächter ernennen, die künftig die Untere Naturschutzbehörde unterstützen.

Coronabedingt erhielten sie ihre Ernennungsunterlagen samt Urkunde, Ausweis und Dienstabzeichen nicht persönlich im Rahmen eines kleinen Festaktes überreicht, sondern postalisch zugeschickt. "Es ist schon schade, dass wir heuer diesen Weg beschreiten und auf eine persönliche Vorstellungsrunde für die Öffentlichkeit verzichten mussten", erläutert Beate Biber-Eckstein von der Unteren Naturschutzbehörde. Sie plant, die offizielle Feier dann im Laufe des nächsten Frühjahrs nachzuholen.

Als neue Naturschutzwächterinnen und -wächter sind künftig im Einsatz: Kerstin Caliebe (Einsatzgebiet Kösching), Elisabeth Hecker (Titting-West), Martin Herdegen (Nassenfels), Karl-Heinz Kraft (Pförring), Werner Peschl (Mörnsheim), Reinhard Vier (Titting-Ost) und Alfons Wenzl (Walting). "Die neuen Naturschutzwächter ergänzen die Riege unserer Fachkräfte in der Unteren Naturschutzbehörde ganz hervorragend, und ich bin mir sicher, dass sie als beratendes und aufklärendes Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung gut aufgenommen werden", so Landrat Alexander Anetsberger. Die Naturschutzwächterinnen und -wächter betreuen schützenswerte Naturbereiche und sollen durch Aufklärung, Beratung und Information auf den bewussten Umgang mit der Natur hinwirken und vorbeugend Verständnis für die Anforderungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege wecken.

Damit diese gut für ihre Aufgaben gerüstet sind, erhalten sie neben der intensiven Ausbildung an der Bayerischen Akademie für Natur und Landschaftspflege (ANL) zusätzlich die Möglichkeit, sich auf Kursen fortzubilden. In einem Prüfungsgespräch stellen sie ihre fachliche und menschliche Eignung für diese Tätigkeit unter Beweis. Nach bestandener Prüfung werden sie als Mitglieder der Naturschutzwacht vom Landrat berufen, erhalten Ausweis und Abzeichen und ein Zuständigkeitsgebiet.

"Der Landkreis Eichstätt war übrigens einer der ersten Landkreise überhaupt, in dem Naturschutzwächter bestellt wurden, nämlich ab dem 16. November 1978", erläutert Beate Biber-Eckstein, die Betreuerin der Naturschutzwacht an der Unteren Naturschutzbehörde. Einer der ersten Naturschutzwächter ist Kunibert Dohn, der seit Beginn bis heute noch zuverlässig seinen Dienst verrichtet, sowie Johann Rehm, der dieses Ehrenamt seit 1979 bis heute zuverlässig ausübt.

Die Naturschutzwächterinnen und -wächter unternehmen regelmäßig Streifgänge, wobei sie Besonderheiten wie zum Beispiel wilde Müllablagerungen melden. Zudem sind sie je nach zusätzlicher Fortbildung noch als Biberberater, Hornissen- und Wespenberater, Fledermausfachberater, Ameisenheger oder in Sachen Wolf Ansprechpartner und kennen die heimische Tier- und Pflanzenwelt wie aus der Westentasche. Beate Biber-Eckstein freut sich, dass sich der Zuspruch zur Naturschutzwacht deutlich gesteigert hat: "Vor einigen Jahrzehnten wurden die Naturschutzwächter stellenweise gar als ,Spinner' bezeichnet, doch das hat sich heute stark gewandelt. Das Natur- und Umweltbewusstsein hat einen neuen Stellenwert."

Wer Interesse an der Mitarbeit bei der Naturschutzwacht im Landkreis Eichstätt hat, wendet sich an die Untere Naturschutzbehörde: Beate Biber-Eckstein, Telefon (08421) 70-394, E-Mail beate.biber-eckstein@lra-ei.bayern.de.

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