Pfaffenhofen

Dreimal 1,0 beim Abi in Pfaffenhofen

Abschlusszeugnisse am Schyren-Gymnasium feierlich verliehen - Motto und Reden orientieren sich an Charles Darwin

01.07.2018 | Stand 02.12.2020, 16:09 Uhr
Die besten Abinoten schafften Manuela Kastner (1,0, von links), Kilian Irlinger (1,0), Isabell Orlishausen (1,0), Christian Schwarz (1,1) und Enrico Kaschak (1,1). −Foto: Scheerer

Pfaffenhofen (PK) Das Motto "Survival of the Littest" hat der Abiturjahrgang am Pfaffenhofener Schyren-Gymnasium selbst gewählt. Es lässt sich in etwa mit "Das Überleben der Schönsten oder Tollsten" übersetzen.

Und darauf kamen die Redner bei der Abiturverleihung am Freitagabend in der Aula zu sprechen. Oberstufenkoordinator Rudolf Maier gab aber zunächst bekannt, dass das durchschnittliche Ergebnis aller Voraussicht nach wieder über dem Landesdurchschnitt liegt. Kilian Irlinger und Isabell Orlishausen sei das Kunststück gelungen, nur Einser in die Abiturwertung einzubringen; die beiden werden für die Stiftung Maximilianeum und die Zustiftung des Hauses Wittelsbach vorgeschlagen. Das dritte 1,0-Abi schaffte Manuela Kastner. Enrico Kaschak und Christian Schwarz verpassten mit 1,1 jeweils knapp das Stockerl.

Nach dem Grußwort von Josef Finkenzeller, dem Stellvertreter des Landrats, sprach Doris Brock als Vertreterin des Elternbeirats den Wunsch aus, die Schüler möchten nicht danach streben, nach Charles Darwin die "Bestangepassten", sondern lieber die "Erleuchtetsten" zu sein. Jahrgangssprecher Abbas Aktas machte deutlich, dass sich der Alltag in der Oberstufe manchmal wie eine "natürliche Auslese" angefühlt habe. Er dankte der Schulleitung, den Lehrkräften, Familien und Freunden für deren Unterstützung im "Überlebenskampf". Besonders gewürdigt wurde Oberstufenkoordinator Rudolf Maier, der heuer zum letzten Mal einen Jahrgang zur Abschlussprüfung begleitet hat.

Schulleiter Dietmar Boshof schilderte in seiner Rede humorvoll den Schüleralltag. Er ging auf die Frage ein, ob Infinitesimalrechnung und klassische Lyrik im wirklichen Leben gebraucht würden. Ein hoher Bildungsstand eröffne jedoch mit Sicherheit zahlreiche Ausbildungswege - und angesichts von Fachkräftemangel und Überalterung in vielen Branchen hätten die Absolventen beste Chancen, in verantwortliche Positionen aufzurücken.

Mit Bezug auf den öffentlichkeitswirksam "beerdigten" Abiturscherz ermahnte er die jungen Leute aber auch, sie möchten im Zeitalter digitaler Medien der Versuchung widerstehen, alternative Fakten zu verbreiten. Allgemein werde jetzt von ihnen erwartet, dass sie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Im Anschluss an die Ansprachen wurden die 134 Abiturzeugnisse überreicht.
 

Roland Scheerer