Hilpoltstein

Dominik Haußner übernimmt den TSV Rain am Lech

Hilpoltsteiner Fußballtrainer freut sich auf Engagement beim aktuellen Tabellen-13. der Regionalliga Bayern

08.01.2021 | Stand 06.03.2021, 3:34 Uhr
Auf eine baldige Rückkehr an die Seitenlinie darf sich Dominik Haußner freuen. Der Hipoltsteiner Fußballlehrer übernimmt ab Februar den Regionalligisten TSV Rain am Lech. −Foto: Haußner

Hilpoltstein - Dominik Haußner hat einen neuen Job: Der Fußballtrainer aus Hilpoltstein übernimmt ab Februar den TSV Rain am Lech.

 

Das Team aus dem schwäbischen Landkreis Donau-Ries belegt mit 30 Punkten aktuell den 13. Platz in der Regionalliga Bayern.

Haußner hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Von seinem Wohnort Hilpoltstein bis nach Rain beträgt die Fahrzeit rund 1 Stunde und 15 Minuten. Das sei allerdings auch das einzige Argument, das gegen das Engagement gesprochen habe. "Der erste Kontakt mit Rains spielendem Co-Trainer war absolut positiv und auch der bisherige Trainer Alexander Käs hat mich überzeugt, den Job anzunehmen", sagt Haußner. Käs, der die Rainer noch bis zur Winterpause betreute, sich nun aber voll auf seine Tätigkeit als DFB-Stützpunktkoordinator konzentrieren will, erzählte Haußner vom hervorragenden Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. "Wie er das so erzählt hat, hat mich das total an meine Zeit beim ASV Neumarkt erinnert. Zudem ist es eine tolle Chance für mich, einen Regionalligisten trainieren zu dürfen", sagt Haußner. Schließlich seien im November auch die ersten Gespräche mit der Führungsriege positiv verlaufen, so dass der Hilpoltsteiner Fußballlehrer das Angebot annahm.

Kontakt zu seiner neuen Mannschaft hatte Haußner noch nicht. "Ich werde mich nächste Woche in einer Online-Sitzung der Mannschaft vorstellen und wir werden einen ersten kurzen Austausch haben. " Wann er sein neues Team das erste Mal hautnah kennenlernen kann, ist angesichts des bis Ende Januar verlängerten Lockdowns ungewiss. "Ich werde den Jungs in der nächsten Zeit auch keine Lauf- oder Trainingspläne mit an die Hand geben. Das macht meiner Meinung nach keinen Sinn, wenn man nicht weiß, wann es weiter geht. Außerdem sollte sich auf diesem Niveau ohnehin jeder Spieler selbst fit halten. " Dass die Rainer angesichts der Corona-Situation in finanzielle Nöte geraten, glaubt Haußer nicht. "Natürlich spürt man die Krise auch hier, doch so wie mir das von den Verantwortlichen gesagt wurde, hat der Verein in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet und steht finanziell auf gesunden Beinen. " Der Hilpoltsteiner geht also davon aus, dass der Verein auch nach der Pandemie finanziell in der Regionalliga überleben kann. Dass dies auch aus sportlicher Sicht gelingt, davon ist Haußner ebenfalls überzeugt. "Die Mannschaft hat einen Altersdurchschnitt von 24,5 Jahren, das ist eine gute Basis für die nächsten zwei Jahre. " In dieser Saison gelte es zunächst, den Klassenerhalt perfekt zu machen - der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt aktuell neun Punkte. "Nächste Saison wollen wir uns dann weiter in der Liga etablieren. "

Der TSV Rain am Lech wird Haußners dritte Trainerstation innerhalb der vergangenen sieben Jahre sein. Der 42-Jährige coachte noch bis zum vergangenen Frühjahr den Bayernligisten DJK Ammerthal. Zuvor stand er für fünf Spielzeiten beim ASV Neumarkt an der Seitenlinie und feierte mit den Oberpfälzern in der Saison 2015/16 unter anderem den Aufstieg in die Bayernliga. Eine persönliche Begegnung mit dem TSV Rain hatte der Hilpoltsteiner auch schon: In der Saison 2017/18 waren die bayerischen Schwaben Gegner von Haußners Neumarktern.

HK