Riedenburg

Digitale Schnitzeljagd durch Riedenburg

Kinder erleben mit Simon Helmich eine spannende Schatzsuche – Nächster Termin im Dezember

03.11.2015 | Stand 02.12.2020, 20:36 Uhr

Gar nicht so einfach: An der Wassertretanlage an der Schambach wartete der erste Hinweis auf die jungen Schatzsucher. Simon Helmich (rechts) gab den Teilnehmern der Schnitzeljagd, die er für das Volksbildungswerk angeboten hat, nur wenige Hinweise - Foto: Erl

Riedenburg (er) „Wo liegt Deutschland“ Die Frage von Simon Helmich an seine vier Geocacher lässt sich klar beantworten. „Über Italien“, sagt der elfjährige Johannes Platzer und deutet auf den aufblasbaren Plastikglobus.

Allerdings nicht im wörtlichen Sinn, die Kinder sollen vielmehr mit GPS-Geräten ein paar ganz spezielle Orte im Umkreis von Riedenburg suchen, dort versteckte Botschaften finden und mit Intelligenz, Scharfsinn und Geschick einige Aufgaben lösen. Die Lösung der Rätsel gibt dann jeweils den nächsten Koordinatenpunkt mit der weiteren Rätselbox vor.

„Erlebnispädagogik hat immer etwas mit draußen und mit Natur zu tun“, weiß Simon Helmich. Und er weiß auch, dass schlichtes Wandern die Kinder heutzutage längst nicht mehr vom Computer, vom Smartphone oder vom Fernseher weglockt. „Wandern ist für Kinder eher ein Äh-Erlebnis, aber wir haben ein Ziel und das macht Wandern viel interessanter“, ist er überzeugt. Die Kombination aus Satellitentechnik, Altion in freier Natur und Spannung an den Zielpunkten kommt an. Geocaching ist sozusagen das elektronische Freizeit-Überraschungsei mit allen Inhalten, die Kinder aktuell faszinieren.

Die einzigen Daten zur Schnitzeljagd, die Helmich freiwillig preisgibt, bezeichnen den Standort der Gruppe. 48.57.644 Grad Nord und 11.41.037 Grad Ost ist die exakte Lage in der Riedenburger Mühlstraße. Die ersten Zielkoordinaten müssen die Buben mit dem richtigen Weg durch ein gezeichnetes Labyrinth herausfinden. Das ist bald geschafft, denn die Buben sind clever. Doch erst mal sitzen sie beisammen und lassen sich von Simon Helmich in die Geheimnisse der elektronischen Rätselwanderung einweisen. Danach erst geht es an die Praxis.

Der Richtungspfeil des GPS-Geräts weist die kleine Gruppe zur Wassertretanlage an der Schambach. Spannung kommt auf den letzten Metern auf, denn das Gerät weist sie nur ungefähr auf den Zielpunkt ein. Doch es dauert nicht lange, bis sie die versteckte Botschaft zwischen den Ufersteinen des Baches gefunden haben. Es gilt, gemeinsam Rechenaufgaben zu lösen, denn die Ergebnisse definieren auch gleich die Geodaten des nächsten Zielpunktes.

Selbst der siebenjährige Michael Achhammer ist als jüngstes Mitglied des Teams eifrig bei der Sache, zumal er selbst noch kein Handy hat und nun mit dem GPS-Gerät hantieren kann. „Das ist sehr spannend, aber ich muss das Gerät erst richtig kennenlernen“, verrät er. Für den 13-jährigen Felix Nummer und seinen zwölfjährigen Bruder Johannes ist die Suche erst mal ein großer Spaß. „Ich will es einfach mal ausprobieren. Bis jetzt gefällt es mir“, versichert Felix nach dem ersten Erfolg am Schambach.

Auch die anderen versteckten Botschaften im Wald entlang des Kreuzweges am Lintlberg finden sie und damit haben sie auch das Anrecht auf die fünf Zutaten Quark, Frischkäse, Gemüse, Gewürze und Kräuter. Aus ihnen fabrizieren sie abschließend gemeinsam einen frischen Aufstrich und stärken sich nach dieser spannenden Schnitzeljagd mit frisch duftendem Brot. Die nächste digitale Schnitzeljagd für die Kinder der Region hat Simon Helmich für den 19. Dezember geplant.